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Plagiatsprozess: Blurred Lines - nur geklaut
Panorama 2 11.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Plagiatsprozess: Blurred Lines - nur geklaut

Marvin Gayes Tochter Nona (l.) und seine Exfrau Janis verlassen als Sieger das Gericht in Los Angeles.

Plagiatsprozess: Blurred Lines - nur geklaut

Marvin Gayes Tochter Nona (l.) und seine Exfrau Janis verlassen als Sieger das Gericht in Los Angeles.
Foto: Reuters
Panorama 2 11.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Plagiatsprozess: Blurred Lines - nur geklaut

Wie ähnlich ist der Hit-Song „Blurred Lines“ von Pharrell Williams und Robin Thicke einem Hit von Marvin Gaye? Diese Frage beantwortete gestern ein Gericht in Los Angeles. Die Musiker müssen nun eine hohe Strafe zahlen.

(dpa/mij) Weil sie ihren Song „Blurred Lines“ abgekupfert haben sollen, hat ein kalifornisches Gericht die Pop-Stars Pharrell Williams (41) und Robin Thicke (38) zu einer Millionenstrafe verurteilt.

Die beiden Musiker müssen der Familie des 1984 gestorbenen Soul-Sängers Marvin Gaye wegen Copyright-Verletzung mehr als 7,3 Millionen Dollar  - das sind rund 6,8 Millionen Euro - zahlen, urteilten die Geschworenen in Los Angeles nach am Dienstag.


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Der Richter gab damit Gayes' Kindern Recht, die angegeben hatten, dass Teile von „Blurred Lines“ dem Song „Got to Give It Up“ von Gaye aus dem Jahr 1977 zu sehr ähnelt. Nona Gaye sagte nach dem Urteilsspruch, dass sie sich nun von den Ketten, die ihnen Williams und Thicke anhängen wollten, befreit fühle.

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Keine Einsicht

Pharrell Williams, der im vergangenen Jahr mit dem Album "Girl" weltweit die Charts eroberte, teilte laut „USA Today“ durch seine Sprecherin Amanda Silverman mit, dass er von der Entscheidung der Geschworenen „extrem enttäuscht“ sei.

Pharell habe 'Blurred Lines' aus eigenem Herzen, Verstand und Seele heraus geschaffen, hieß es in der Mitteilung. Williams hatte die Vorwürfe in dem Plagiatsprozess stets zurückgewiesen.

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Laut „Hollywood Reporter“ hatte er vor Gericht eingeräumt, dass „Blurred Lines“ ein 70er-Jahre-Feeling hätte und dass er Gaye bewundern würde, aber damit habe er kein Copyright verletzt. Man wolle doch nichts von jemandem wegnehmen „wenn man ihn liebt“, zitierte das Blatt aus der Aussage des Musikers.

Während des Prozesses war zum Vorschein gekommen, dass „Blurred Lines“ den Musikern und den beteiligten Plattenfirmen über 16 Millionen Dollar eingebracht haben soll. Die Gaye-Erben hatten ursprünglich eine Entschädigung von mehr als 25 Millionen Dollar gefordert.


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