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Olivia de Havilland feiert Geburtstag: Ein ganzes Jahrhundert
Panorama 2 01.07.2016 Aus unserem online-Archiv

Olivia de Havilland feiert Geburtstag: Ein ganzes Jahrhundert

Aufnahme aus dem Jahr 2010: Olivia de Havilland (l.) neben Jacqueline Bisset.

Olivia de Havilland feiert Geburtstag: Ein ganzes Jahrhundert

Aufnahme aus dem Jahr 2010: Olivia de Havilland (l.) neben Jacqueline Bisset.
Foto: AFP
Panorama 2 01.07.2016 Aus unserem online-Archiv

Olivia de Havilland feiert Geburtstag: Ein ganzes Jahrhundert

Ihre großen Kollegen Clark Gable und Vivian Leigh aus „Vom Winde verweht“ sind längst nicht mehr unter uns. Olivia de Havilland zählt zu den letzten Stars der goldenen Ära Hollywoods.

(dpa/mij) - Bis auf einen Kinderstar hat Olivia de Havilland alle Leinwandpartner aus dem Südstaatenepos „Vom Winde verweht“ aus dem Jahr 1939 überlebt. Clark Gable alias Rhett Butler starb vor 55 Jahren. Vivian Leigh, die Scarlett O'Hara spielte, war 53 Jahre alt, als sie 1967 leblos neben ihrem Bett gefunden wurde. Heute lebt außer De Havilland nur noch der jetzt 83-jährige Mickey Kuhn, der in dem Filmklassiker den kleinen Sohn von Ashley und Melanie spielte.

Olivia de Havilland als Melanie Wilkes in "Vom Winde verweht" (1939).
Olivia de Havilland als Melanie Wilkes in "Vom Winde verweht" (1939).
Foto: AFP

Es sei doch ein eigentlich wunderbares Privileg, dass sie noch die Erinnerung an den Film wachhalten könne, sagte die Schauspielerin im vergangenen Jahr dem US-Magazin „Entertainment Weekly“ in ihrer langjährigen Pariser Wahlheimat. Doch sie denke gerne an „Vom Winde verweht“, das sie „etwa 30 Mal“ gesehen habe, und an ihre Co-Stars. Mit dem Film verbindet sie aber auch eine bittere Enttäuschung. In der Oscar-Nacht 1940 wurde das Südstaatendrama mit acht Trophäen ausgezeichnet, sie ging als Nebendarstellerin aber leer aus.

Den Verlust machte De Havilland später wett. 1946 gewann sie ihren ersten Oscar in der Hauptrolle von „To Each His Own“ („Mutterherz“). Drei Jahre später kam die Auszeichnung als beste Schauspielerin in William Wylers Rachedrama „Die Erbin“.

Shootingstar in Hollywood

De Havilland hatte einen Traumstart in Hollywood. Als Kind britischer Eltern in Tokio geboren, kam sie noch als Kleinkind nach Kalifornien. Der österreichische Theatermann Max Reinhardt entdeckte die damals 19-jährige in der Rolle der Hermia in Shakespeares „Sommernachtstraum“. Das Filmstudio Warner Brothers nahm sie gleich für sieben Jahre unter Vertrag und brachte sie an der Seite von Errol Flynn groß heraus. Der Beginn einer großen Karriere, die bis in die 1970er-Jahre andauerte.

Ihre Langlebigkeit schreibt Olivia de Havilland laut der Zeitschrift „Vanity Fair“ den drei L-Worten „Liebe, Lachen und Licht“ zu. Wie die zweifache Mutter im vorigen Jahr „Entertainment Weekly“ verriet, kann sie ihren 100. Geburtstag kaum erwarten. „Die Vorstellung, ein ganzes Jahrhundert zu leben, gefällt mir sehr. Stellen Sie sich das einmal vor. Was für eine Leistung.“

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