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OECD: Luxemburg bei Familienfreundlichkeit auf Platz neun
Panorama 13.06.2019

OECD: Luxemburg bei Familienfreundlichkeit auf Platz neun

Für den Bericht hat Unicef unter anderem das Angebot an bezahltem Mutter- und Vaterschaftsurlaub sowie den Anteil von Kleinkindern in Betreuungsangeboten ausgewertet.

OECD: Luxemburg bei Familienfreundlichkeit auf Platz neun

Für den Bericht hat Unicef unter anderem das Angebot an bezahltem Mutter- und Vaterschaftsurlaub sowie den Anteil von Kleinkindern in Betreuungsangeboten ausgewertet.
Foto: Shutterstock
Panorama 13.06.2019

OECD: Luxemburg bei Familienfreundlichkeit auf Platz neun

Das Kinderhilfswerk Unicef hat untersucht, wie familienfreundlich die Politik der reichen Nationen ist.

(dpa) - Bei der Familienfreundlichkeit rangiert Luxemburg nach einer neuen Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef in Europa auf dem neunten Platz.


Corinne Cahen (DP) wusste die vergangenen fünf Jahre als Familienministerin zu überzeugen. Das Regierungsprogramm zeigt, dass der Elan der liberalen Politikerin weiterhin ungebrochen ist, denn sie hat sich viel vorgenommen.
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Die familienfreundlichsten Regeln und Gesetze gebe es in Schweden, dahinter folgen Norwegen und Island, hieß es in dem am Donnerstag in New York veröffentlichten Bericht. Ebenfalls vor dem Großherzogtum in die Top Ten schafften es Estland, Portugal, Dänemark und Slowenien. Das Schlusslicht der insgesamt 31 untersuchten Länder bildeten Zypern, Griechenland und die Schweiz. Frankreich rangiert direkt hinter Luxemburg.

Für den Bericht hat Unicef unter anderem das Angebot an bezahltem Mutter- und Vaterschaftsurlaub sowie den Anteil von Kleinkindern in Betreuungsangeboten ausgewertet. Jedes Land sollte mindestens sechs Monate bezahlten Elternurlaub anbieten und ausreichend bezahlbare Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder sicherstellen, forderten die Autoren des Berichts.

Zahlenmaterial aus dem Jahr 2016

Die Wissenschaftler stützen sich auf Zahlen von 2016. Die untersuchten Kategorien waren die Dauer der Elternzeit bei vollem Gehalt und der Anteil exklusiver Väter-Monate. Ferner betrachteten die Forscher nationale Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren und jene für Mädchen und Jungen von drei bis sechs Jahren.


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In Schweden gibt es laut Bericht 35 Wochen Elternzeit bei vollem Gehalt (Rang 17). Rund elf Wochen sind davon den Vätern vorbehalten (Rang 4). Rund die Hälfte aller unter dreijährigen Kinder belegten einen Betreuungsplatz (Rang 5). Bei den Kindern zwischen drei und sechs Jahren liege die Betreuungsquote bei etwa 97 Prozent.

Estland bietet Müttern laut Studie mit 85 Wochen den längsten bezahlten Mutterschutz, gefolgt von Ungarn (72 Wochen) und Bulgarien (61 Wochen). Die USA seien das einzige in die Analyse einbezogene Land, in dem es keine nationale Richtlinie für bezahlte Elternzeit gebe. Zwischen Angebot und Nachfrage - also zwischen möglicher und tatsächlich genommener Elternzeit - herrscht in Japan der größte Unterschied. Etwa jeder zwanzigste Vater in Japan geht in Elternzeit. Dabei wirke diese sich positiv aus, so der Bericht.


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