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Niedriger Blutdruck: So kommen Sie wieder in Schwung
Panorama 17.08.2016 Aus unserem online-Archiv

Niedriger Blutdruck: So kommen Sie wieder in Schwung

Beim Blutdruckmessen liegt das Augenmerk meist auf Bluthochdruck. Aber auch zu niedrig sollte er nicht sein.

Niedriger Blutdruck: So kommen Sie wieder in Schwung

Beim Blutdruckmessen liegt das Augenmerk meist auf Bluthochdruck. Aber auch zu niedrig sollte er nicht sein.
Foto: dpa
Panorama 17.08.2016 Aus unserem online-Archiv

Niedriger Blutdruck: So kommen Sie wieder in Schwung

Ein zu niedriger Blutdruck kann lästig sein, ist aber in vielen Fällen unbedenklich. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich untersuchen lassen. Denn hinter Hypotonie kann auch eine Störung der Schilddrüse oder eine Herzmuskelschwäche stecken.

(dpa/tmn) - Man braucht nicht viel Zeit und muss auch nicht unbedingt zum Arzt. Denn den Blutdruck kann man auch in der Apotheke messen lassen. Dabei liegt das Augenmerk besonders auf Bluthochdruck - vor allem wegen seiner möglichen Folgen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Manch einer hat aber auch einen zu niedrigen Blutdruck. Die sogenannte Hypotonie ist nicht immer harmlos.

Ärztliche Untersuchung

Ein Arzt sollte untersuchen, ob der niedrige Blutdruck eine organische Ursache hat, sagt Kardiologe Heribert Brück, Pressesprecher des Bundesverbands niedergelassener Kardiologen in Deutschland. So kann ein zu niedriger Blutdruck ein Hinweis etwa auf eine Unterfunktion der Schilddrüse oder auf Herzkrankheiten wie eine Herzmuskelschwäche sein.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt bei Frauen ein Blutdruck von weniger als 100 zu 60 mmHg und bei Männern von unter 110 zu 70 mmHg als niedrig. Weltweit sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung davon betroffen.

„Der niedrige Blutdruck an sich ist keine Krankheit“, stellt Brück klar. Vielmehr liegt eine Kreislaufstörung vor. Betroffene nehmen Hypotonie oft erst wahr, wenn sich in bestimmten Situationen Schwindel, Ohrensausen oder Kälteempfindlichkeit einstellen.

Die Therapie

Wer unter Bluthochdruck leidet, bekommt mitunter blutdrucksenkende Medikamente verordnet. „Bei niedrigem Blutdruck werden meist keine Arzneimittel verabreicht“, sagt Brück. Stattdessen wird eher auf Mittel zur Selbsthilfe gesetzt. Oft kann es schon hilfreich sein, für eine Verbesserung der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung zu sorgen.

So können etwa Wechselduschen auf das Herz-Kreislauf-System anregend beziehungsweise durchblutungsfördernd wirken. „Im Vorfeld sollte jedoch ein Arzt zurate gezogen werden“, erklärt Brück. Denn Wechselduschen sind bei bestimmten Vorerkrankungen wie etwa Venenleiden nicht immer empfehlenswert.

Frauen und Männer mit niedrigem Blutdruck sollten außerdem kochsalzreichere Kost zu sich nehmen. Auch eine mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung sind wichtig, also viel Obst und Gemüse. Nicht zuletzt ist es für den Kreislauf gut, mindestens zwei Liter Mineralwasser am Tag zu trinken.

Einen positiven Effekt bei Hypotonie haben oft Heilpflanzen, die eine anregende Wirkung auf den Kreislauf haben. Das kann beispielsweise Rosmarin sein. Bewegung hilft ebenfalls häufig bei niedrigem Blutdruck.

Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Atemübungen können die Durchblutung fördern und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern. Außerdem: Betroffene sollten sich einfach mal des Öfteren flach hinlegen und die Beine hochlagern.


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