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Amazon-Milliardär Jeff Bezos gelingt der Flug ins All
Panorama 8 1 2 Min. 20.07.2021
„New Shepard“

Amazon-Milliardär Jeff Bezos gelingt der Flug ins All

Mark Bezos, Jeff Bezos,  Wally Funk and Oliver Daemen auf ihrem Weg zur "New Shepard”.
„New Shepard“

Amazon-Milliardär Jeff Bezos gelingt der Flug ins All

Mark Bezos, Jeff Bezos, Wally Funk and Oliver Daemen auf ihrem Weg zur "New Shepard”.
Foto: AFP
Panorama 8 1 2 Min. 20.07.2021
„New Shepard“

Amazon-Milliardär Jeff Bezos gelingt der Flug ins All

Nur rund zehn Tage nach Richard Branson hat nun auch Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Kurztrip in seinem eigenen Raumschiff unternommen.

(dpa) - Rund zehn Tage nach dem britischen Milliardär Richard Branson hat am Dienstag auch Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Kurz-Ausflug ins Weltall unternommen. Bei dem ersten bemannten Weltraumflug seiner Firma Blue Origin waren neben dem US-Unternehmer auch sein Bruder Mark sowie eine 82 Jahre alte frühere US-Pilotin und ein 18-Jähriger, dessen Vater ihm den Flug geschenkt hatte, an Bord.

Bereit fürs All: Jeff Bezos, sein Bruder Mark (l.), Oliver Daemen aus den Niederlanden und Wally Funk, Luftfahrtpionierin aus Texas.
Bereit fürs All: Jeff Bezos, sein Bruder Mark (l.), Oliver Daemen aus den Niederlanden und Wally Funk, Luftfahrtpionierin aus Texas.
Foto: Blue Origin/Blue Origin via ZUMA

Der älteste und der jüngste Mensch

Insgesamt dauerte der vollautomatisch ablaufende Flug, der mit einer leichten Verspätung startete, rund zehn Minuten. Nach dem Start beschleunigte das Raumschiff innerhalb von zwei Minuten auf mehr als 3.700 Kilometer pro Stunde. Kurz danach trennte sich die Kapsel von der wiederverwendbaren Rakete. Die Schwerelosigkeit setzte ein, die vier Passagiere durften kurzzeitig ihre Sitze verlassen und Lachen und Jubel war zu hören. An ihrem höchsten Punkt erreichte die Kapsel mehr als 100 Kilometer über der Erde, bevor sie abgebremst von großen Fallschirmen in der westtexanischen Wüste landete. „Bester Tag aller Zeiten“, war nach der Landung aus der Kapsel zu hören. Auch die ebenfalls wiederverwendbare Raketenstufe landete vertikal wieder auf der Erde. Die „New Shepard“ hatte bereits rund 15 Testflüge absolviert, war aber noch nie bemannt ins All geflogen.    

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Die 82-jährige frühere US-Pilotin Wally Funk ist damit der älteste Mensch, der je ins All geflogen ist - der 18-jährige Oliver Daemen der jüngste. Daemens Vater, der niederländische Investment-Banker Joes Daemen, hatte bei der Auktion für den vierten Platz an Bord der „New Shepard“ im Juni mitgemacht, war aber überboten worden. Der Sieger der Auktion, der 28 Millionen Dollar geboten hatte und zunächst weiter anonym bleiben wollte, könne wegen eines „Terminkonflikts“ diesmal nicht dabei sein und werde zu einem späteren Zeitpunkt starten, hieß es von Blue Origin. Wie viel Geld Daemen nun für den Flug gezahlt hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.


ARCHIV - 05.04.2017, USA, Colorado Springs: Der Milliardär Jeff Bezos steht vor einer Weltraumkapsel auf dem Space Symposium in Colorado Springs. Bezos und drei weitere Passagiere wollen am Morgen des 20. Juli an Bord der New-Shepard-Rakete seiner Firma Blue Origin zum Rand des Weltraums starten. Foto: Chuck Bigger/Space Symposium via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Milliardäre im Weltall
Zwei der reichsten Männer der Welt liefern sich ein Wettrennen in Sachen Weltraumtourismus. Verständnis kann man dafür nur schwer aufbringen.

Bereits vor rund zehn Tagen hatte mit Branson ein anderer Milliardär mit seinem eigenen Raumschiff einen Kurz-Ausflug ins All unternommen. Die „VSS Unity“ seiner Firma Virgin Galactic stieg am 11. Juli im US-Bundesstaat New Mexico auf eine Höhe von etwa 86 Kilometern auf. Unter Experten ist es damit strittig, ob Branson tatsächlich im Weltraum war: Der Internationale Luftfahrtverband (FAI) und viele andere Experten sehen zwar 100 Kilometer über der Erde als Grenze zum Weltraum an, es gibt jedoch keine verbindliche internationale Regelung.

Die Milliardäre erhoffen sich neben der Erfüllung eigener Träume auch einen Einstieg in das Geschäft mit dem Weltraumtourismus. Kritiker werfen ihnen vor, ohne Rücksicht auf das Klima und weitgehend ohne wissenschaftliche Forschungsinteressen sehr viel Geld zu verschwenden.

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