Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nachwuchs am Start: Olympische Spiele für die Jugend
Bei den „United World Games“ trafen 7.000 junge Athleten aus 40 Nationen zusammen.

Nachwuchs am Start: Olympische Spiele für die Jugend

Foto: UWG
Bei den „United World Games“ trafen 7.000 junge Athleten aus 40 Nationen zusammen.
Panorama 2 Min. 08.07.2016

Nachwuchs am Start: Olympische Spiele für die Jugend

Nicole WERKMEISTER
Nicole WERKMEISTER
Während die Sportmedien in den letzten Wochen vornehmlich nach Frankreich blickten, fand in Klagenfurt eine Veranstaltung statt, die durchaus hohen Stellenwert für Luxemburg hat.

von Christopher Schmitt

Was hat die Fußball-EM nicht, das die „United World Games“ im österreichischen Klagenfurt am Wörthersee vorweisen konnten: eine erstmalige Beteiligung luxemburgischer Mannschaften. Beim Sport-Event, das vom 16. bis zum 19. Juni stattfand, waren gleich mehrere Mannschaften vertreten: der BBC Sparta Bertrange, der FC Alisontia Steinsel sowie der Hockey Club Luxemburg. Insgesamt standen sich rund 8.000 jugendliche Sportler aus über 40 Nationen in freundlicher Konkurrenz gegenüber. Die luxemburgische Delegation zählte zu einer der größten Anwesenden. Austragungsort war das Fußballstadion in Klagenfurt das anlässlich der Fußballeuropameisterschaft 2008 gebaut wurde.

Durchwegs erfolgreich

Die „United World Games“ kann man in etwa mit einer Version der Olympischen Spiele für Jugendliche vergleichen. So standen sich Teilnehmer zwischen neun und 19 Jahren jeweils in ihrer Altersgruppe gegenüber. Die meisten ausgetragenen Wettkämpfe fanden in den Sportarten Fußball und Rugby statt. Vertreten waren aber auch Leichtathletik, Handball, Volleyball, Basketball, Field Hockey, Schwimmen, Orientierungslauf und Tennis. Die Luxemburger Mannschaften konnten insgesamt eine durchaus zufriedene Bilanz ziehen: Die U-10 des Hockey Club Luxembourg belegte den dritten Platz. BBC Sparta Bertrange kämpfte sich auf Platz zehn von 28 vor. FC Alisontia Steinsel gelang es, eine österreichische und eine italienische Mannschaft zu besiegen.

Einladung des Botschafters

Das erfolgreiche Abschneiden der Luxemburger Sportler erfreute auch den österreichischen Botschafter von Luxemburg, Gregor Schusterschitz, der zu einem Post-Event-Briefing in seine persönliche Residenz einlud. Hier begrüßten sich der Steinseler Bürgermeister Jean-Pierre Klein, Frank Arendt von der BBC Sparta Bertrange, Jan Pfaffenholz und Lokdeep Singh des Hockey Club Luxembourg sowie die Vertreter des FC Alisontia Steinsel Frank Scholzen und Célia Goncalves. Die geladenen Gäste waren sich in jeder Hinsicht einig über die gelungene Organisation und den harmonischen Ablauf der Spiele.

Von allen Seiten regnete es Lob auf die Veranstalter und das ganze Turnier, das als „Zusammenkommen von vielen verschiedenen Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Nationen“ gewürdigt wurde, in dem Fairness, Freundschaft und Gemeinschaft gelebt wurden. So wurde etwa der zweite luxemburgische Hockeytorwart während des Turniers an die Slowakische Mannschaft ausgeliehen, da diese ohne Torhüter angereist war. Beispielhaft war auch die Unterstützung der Luxemburger Sportler untereinander. Bereits im Herbst 2015 hatte der Botschafter die teilnehmenden Vereine zu einer Informations- und Organisationsversammlung geladen. Ins Leben gerufen wurden die Spiele von der LÖV (Luxemburgisch-Österreichische Vereinigung). Auch für 2017 wird nun wieder auf eine Teilnahme aus dem Großherzogtum gehofft.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Wintersport: Wie Luxemburg ein Skeleton-Team bekam
Jeff Bauer hat in Luxemburg Basketball gespielt und auch sonst schon jede Menge Sportarten ausprobiert. Vor einiger Zeit hat er der US-Amerikaner das Luxemburger Skeleton-Nationalteam gegründet und auch sonst ein verrücktes Leben.
Referendum 2015: Integration durch Sport
Sicherer Rückhalt im Fußballtor, Vorbild im Tischtennis, Leistungsträger im Volleyball: Sportler mit ausländischen Wurzeln spielen in einigen Luxemburger Nationalmannschaften zum Teil wichtige Rollen.
Ni Xia Lian (l.) agierte bei den JPEE mit Sarah de Nutte im Doppel.