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Samsung startet Umtauschaktion
Panorama 2 Min. 05.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Nach Verkaufsstopp für Galaxy Note 7

Samsung startet Umtauschaktion

Sicherheitsprobleme beim Galaxy Note 7 haben eine beispiellose Rückrufaktion ausgelöst.
Nach Verkaufsstopp für Galaxy Note 7

Samsung startet Umtauschaktion

Sicherheitsprobleme beim Galaxy Note 7 haben eine beispiellose Rückrufaktion ausgelöst.
Foto: REUTERS
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Nach Verkaufsstopp für Galaxy Note 7

Samsung startet Umtauschaktion

Neben enormen Kosten droht Samsung nach Berichten über Akkubrände in seinem neuen Smartphone ein Imageschaden. Daher reagieren die Südkoreaner schnell. Eine bisher beispiellose Umtauschaktion beginnt. Betroffen sind weltweit 2,5 Millionen Geräte.

(dpa) - Smartphone-Marktführer Samsung hat nach dem weltweiten Verkaufsstopp für sein neues Vorzeigemodell Galaxy Note 7 mit einer kostspieligen Umtauschaktion begonnen. In den USA kündigte Samsung Electronics America bereits am Freitag (Ortszeit) an, dass „von heute an“ Kunden ihr Galaxy Note 7 gegen ein neues Smartphone umtauschen könnten. Nach mehreren Fällen von Akkubränden hatte das südkoreanische Technologieunternehmen mitgeteilt, dass die Geräte aus dem Verkehr gezogen werden.

Von der bisher beispiellosen Rückrufaktion für ein Smartphone-Spitzenmodell bei Samsung sind nach eigenen Angaben weltweit - ohne China - 2,5 Millionen verkaufte Geräte betroffen.

Samsung hat eine Webseite zum Umtausch eingerichtet. Besitzer des Telefons können dort gegen Angabe von Name, Seriennummer des Geräts und Kontaktangaben erfahren, wie der Umtausch vonstatten geht. E-Mails an den technischen Support von Samsung sollten im Betreff die Zeichenfolge „N7N1“ haben.

Samsung machte zunächst keine Angaben dazu, wie viele Geräte betroffen sind. Allerdings dürften noch nicht viele Anwender ein Samsung Galaxy Note 7 in den Händen halten. Samsung hatte zuerst Kunden in Südkorea und China beliefert. Rund 400 000 Geräte sollen dort ausgeliefert worden sein.

Das Note 7 wurde erst vor zwei Wochen in den USA und etlichen anderen Ländern auf den Markt gebracht. Medienberichte über einzelne Fälle, in denen das Gerät später beim Laden explodiert oder in Flammen aufgegangen seien, hatten Samsung alarmiert. Nach eigenen Untersuchungen identifizierte das Unternehmen Probleme mit der Akkuzelle. 35 Schadensfälle seien bisher bestätigt worden. Was genau die Probleme verursachte, war bisher nicht bekannt.

Enorme Kosten

Südkoreanische Medien berichteten unter Berufung auf Experten, dass die Umtauschaktion bis zu 1,5 Billionen Won (etwa 1,2 Milliarden Euro) kosten könne. Das Unternehmen machte dazu bisher keine Angaben. Der Chef der Smartphone-Sparte, Koh Dong Jin, hatte lediglich von enormen Kosten gesprochen. „Unser vorläufiges Ziel ist es, dass alle Produkte bis zum März nächsten Jahres umgetauscht sind“, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Firmenvertreter. 

Verbraucherschützer forderten nach dem weltweiten Verkaufsstopp für das Galaxy Note 7 Aufklärung. Man wolle natürlich wissen, ob dieser offenbar gefährliche Akkutyp auch in anderen Mobilgeräten eingesetzt wird. Hier sei Aufklärung nötig.


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