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Mordversuch: Gullydeckel schlägt in Regionalzug ein
Panorama 5 15.04.2019

Mordversuch: Gullydeckel schlägt in Regionalzug ein

Der Zug der Hessischen Landesbahn mit zerstörter Frontscheibe.

Mordversuch: Gullydeckel schlägt in Regionalzug ein

Der Zug der Hessischen Landesbahn mit zerstörter Frontscheibe.
Bild: Markus Klümper/dpa
Panorama 5 15.04.2019

Mordversuch: Gullydeckel schlägt in Regionalzug ein

Alptraum für einen Lokführer in Deutschland: Während der Fahrt schlagen plötzlich Gullydeckel in der Frontscheibe ein. Die Polizei geht von einem Mordversuch aus.

(dpa) - Nach einer als Mordversuch eingestuften Attacke auf einen Regionalzug in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) suchen die Behörden mit Hochdruck nach Hinweisen auf Täter. Zeugen sollten sich dringend melden, erklärte die Polizei. Der 49-jährige Lokführer wurde leicht verletzt. Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord der Bahn.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag mehrere Gullydeckel von einer Brücke herab an Seilen über den Schienen aufgehängt. Die Deckel durchschlugen die Frontscheibe eines Zuges der Hessischen Landesbahn, der zwischen Bad Berleburg und Erndtebrück fuhr. Hinweise auf einen Terroranschlag gebe es nicht, sagte der Polizei am Montag.

Da die Gullydeckel an einer Strickkonstruktion über der Bahnstrecke hingen, sei es aber planmäßiges Handeln gewesen. Deshalb sei eine Mordkommission eingerichtet worden. „Wir schließen momentan nichts aus“, erklärte der Polizeisprecher weiter. Am Tatort würden an diesem Montag noch einmal mehrere Beamte nach Spuren suchen.


Auf der betroffenen Strecke verkehrt die von der Hessischen Landesbahn betriebene Linie RB 93, die Bad Berleburg (NRW) und Altenkirchen in Rheinland-Pfalz verbindet und über Siegen (NRW) führt. 

„Er hat eine Notbremsung durchgeführt und sich nach hinten weggeduckt, so dass ihn weder Glassplitter noch Gullydeckel getroffen haben. Sonst wäre er jetzt tot“, sagte eine Sprecherin des Bahnunternehmens der „Bild“-Zeitung mit Blick auf den Lokführer.



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