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Mobile World Congress geht zu Ende: Die Stunde der Smartwatches hat geschlagen
Panorama 2 Min. 05.03.2015

Mobile World Congress geht zu Ende: Die Stunde der Smartwatches hat geschlagen

Die Pebble Time und Pebble Time Steel.

Mobile World Congress geht zu Ende: Die Stunde der Smartwatches hat geschlagen

Die Pebble Time und Pebble Time Steel.
Foto: Pebble
Panorama 2 Min. 05.03.2015

Mobile World Congress geht zu Ende: Die Stunde der Smartwatches hat geschlagen

An diesem Donnerstag geht mit dem "Mobile World Congress" das Treffen der Mobilfunk-Branche zu Ende. Zwei wichtige Trends waren die Smartwatch und das Handy als mobiles Portemonnaie.

(vb/dpa) - Zuerst wanderte der Computer ins Handy, als nächstes wird er sich in eine Armbanduhr verwandeln. Die Zukunft hängt am Handgelenk: Smartwatches dürften den Markt für mobile Geräte in den nächsten Jahren gehörig umkrempeln, behauptet Experten auf dem "Mobile World Congress", dem wichtigsten Branchentreff in Europa.

Technik-Fans sind bereits gespannt auf die von Tim Cook angekündigte Smartwatch von Apple, die im April in die europäischen Geschäfte kommen soll, da stellt die Konkurrenz aus Fernost bereits ihre neuen Modelle vor. Huawei, LG, Pebble priesen ihre Konzepte an, die in zeitloser Optik und mit edlen Materialien wie Saphir, Gold und Silber eine gehobene Klientel ansprechen sollen.

Bisher ist die Nische für Smartwatches winzig: Weltweit sind erst 720 000 Modelle verkauft worden. Zum Teil dürfte das daran liegen, dass die potenziellen Käufer keinen wirklichen Nutzen in den modischen Accessoires sehen. Zum anderen ist die Bedienung der Smartwatches noch recht umständlich. Zentrales Element ist die Krone, die man drücken und drehen kann. Beim Modell von Huawei kann sich der Besitzer zusätzlich durch Wischbewegungen durch das Menü navigieren, was teilweise ein wenig verwirrend ist. Außerdem sind die neuartigen Armbanduhren nur smart mit Smartphone. Ohne den Datenaustausch mit dem Mutterschiff ist meist nicht viel möglich. Eine Ausnahme bildet die Urbane Watch LTE von LG, die über eine eigene SIM-Karte und ein LTE-Modem verfügt. 

Bezahlen ohne Bargeld und Karte

Ein weiterer Trend ist die Bezahlfunktion für Handys. Noch merkt man in Europa nicht viel davon und doch kommt die Ankündigung einer Kampfansage der Smartphone-Hersteller an die Banken gleich. Nachdem Apple mit seinem iPhone-Bezahldienst Apple Pay in den USA vorpreschte, rüsten sich auch andere Schwergewichte des Smartphone-Marktes unter Hochdruck für den Konkurrenzkampf.

Apple trifft dabei auf bekannte Widersacher: Samsung stellte beim Mobile World Congress in Barcelona seinen eigenen Bezahldienst Samsung Pay an. Und auch Google arbeitet an einer Plattform, die allen Herstellern von Geräten mit seinem Betriebssystem Android die Integration eines Bezahldienstes erlauben soll. Der Name ist Android Pay, wie Google Manager Sundar Pichai in Barcelona sagte. Damit der Einstieg die Ära des digitalen Bezahlens schneller gelingt, gingen Google und Samsung auf Einkaufstour. Der südkoreanische Smartphone-Marktführer kaufte die Firma LoopPay, die sich auf die Integration von Bankkarten in digitale Brieftaschen spezialisiert hat. Und Google holte sich Technologien der Firma Softcard, dem mobilen Bezahldienst der amerikanischen Mobilfunk-Betreiber. Diese hatten schon sehr früh ein elektronisches Portemonnaie im Angebot - doch das Interesse der Kunden blieb bescheiden. 

Händler erfährt den Namen des Kunden nicht

Das mag auch daran liegen, dass erst mit dem Einsatz der Fingerabdruck-Sensoren im neuen iPhone und Geräten der Konkurrenz das Bezahlen mit dem Smartphone wirklich einen spürbaren Vorteil bei Zeit und Komfort bringt.

Bei der Lösung von Apple kommt hinzu, dass die digitale Börse im iPhone eine komplett anonyme Bezahlung ermöglicht. Der Händler erfährt nur, dass er sein Geld erhalten wird, nicht aber den Namen den Kunden. Der Shop und die beteiligten Finanzdienstleister können damit auch keine Profile erstellen, wo und was ein bestimmter iPhone-Besitzer gekauft hat.


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