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Mittwoch ist Sternschnuppentag
Panorama 1 10.08.2020

Mittwoch ist Sternschnuppentag

Sternschnuppen auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2012.

Mittwoch ist Sternschnuppentag

Sternschnuppen auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2012.
Foto: DPA
Panorama 1 10.08.2020

Mittwoch ist Sternschnuppentag

Am 12. August ist was los am Himmel. Nachtschwärmer können Sternschnuppen beobachten. Denn die Erde kreuzt wieder die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle

(KNA) - Gerade hatte der Komet Neowise seinen großen Auftritt. Im Juli ließ sich der fünf Kilometer große Brocken aus Eis, Staub und Gestein mitsamt seinem Schweif mit bloßem Auge am Himmel sehen. Ein Wiedersehen wird es vorerst nicht geben: Neowise wird sich den Erdlingen erst in 6.800 Jahren wieder zeigen.

Anders ist das mit dem Kometen Swift-Tuttle. Jedes Jahr quert die Erde im August seine Bahn. Dann fällt eine große Menge Trümmer des Kometen in die Erdatmosphäre und verglüht. Niemals sonst im Jahresverlauf lässt sich eine so große Menge Sternschnuppen beobachten.

Die Himmelsfunken scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher die Bezeichnung Perseiden. Im Volksmund werden sie auch als „Tränen des Laurentius“ bezeichnet, weil sie um den Namenstag dieses populären Heiligen am 10. August zu sehen sind.

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Für 2020 prognostizieren Astronomie-Experten allerdings eine eher unterdurchschnittliche Ausbeute. Das Portal www.leoniden.net empfiehlt Sternschnuppen-Liebhabern, sie sollten mit realistischen - also eher gedämpften - Erwartungen in den Himmel schauen.

Das Maximum mit von knapp 100 Sternschnuppen pro Stunde tritt am Mittwoch 12. August zwischen 10.00 und 23.00 Uhr ein und fällt damit für Mitteleuropa fast komplett in die Tagstunden.  Die meisten Meteore wird man am 12. August kurz vor der Morgendämmerung beobachten können, so die Experten. Dabei stört jedoch das Licht abnehmenden Mondes. Günstiger sind die Bedingungen am späten Abend des 12. August, wo nach Ende der Dämmerung ein etwa 90-minütiges mondloses Beobachtungsfenster zur Verfügung steht.

Sternschnuppen treten mit in der Regel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein - das sind 216.000 Kilometer pro Stunde. Die kleinen Gesteinsbrocken verglühen in 80 bis 300 Kilometer Höhe. Die Zahl der Sternschnuppen ist nicht in jedem Jahr gleich: Denn Swift-Tuttle kommt nach Angaben des Bonner Astronomen Michael Geffert nur rund alle 134 Jahre der Umlaufbahn der Erde besonders nahe - zuletzt 1992 und das nächste Mal 2126. In Sonnennähe verliert ein Komet bei jedem Umlauf einen Teil seiner Materie. Die Überreste verteilen sich etwa so, als verlöre ein Lastwagen beim Fahren Sand von der Ladefläche.    

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