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Mit Kette und Code: Der beste Schutz vor Fahrraddiebstahl
Panorama 2 Min. 17.07.2014 Aus unserem online-Archiv

Mit Kette und Code: Der beste Schutz vor Fahrraddiebstahl

Panorama 2 Min. 17.07.2014 Aus unserem online-Archiv

Mit Kette und Code: Der beste Schutz vor Fahrraddiebstahl

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht: Wenn es Fahrraddiebe darauf anlegen, bekommen sie auch die dicksten Schlösser geknackt. Man kann Dieben aber das Treiben erschweren.

(dpa/tmn) - Auf die vergnüglichen Stunden im Freibad oder nach dem Einkaufen folgt der Schock: Das Fahrrad ist weg! Das passiert häufiger als man denkt. Damit die oftmals kostbaren Räder nicht unfreiwillig den Besitzer wechseln, hier ein paar Tipps, die Dieben das Leben schwer machen.

Gute Schlösser: Fahrradschlösser gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen. Als besonders aufbruchsicher gelten Bügelschlösser. Der Nachteil: Sie sind schwer und starr. Vor einem guten Jahr testete die Stiftung Warentest 37 Fahrradschlösser aus verschiedenen Kategorien, dabei schnitten Bügelschlösser noch am besten ab. Leichter zu knacken waren Faltschlösser, die einem Zollstock ähneln, aber auch Panzerkabel- und Kettenschlösser mit Kunststoffummantelung. Das heißt aber nicht, dass sie ihren Zweck gar nicht erfüllen. Brauchbare Modelle sind dem Test zufolge zwischen 40 und 120 Euro zu bekommen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt, etwa zehn Prozent des Kaufpreises eines Rades in ein Schloss zu investieren.

Besser mit Schlüssel: Bei der Qualität von Fahrradschlössern kommt es nicht nur auf die Dicke und Härte des Stahls an, sondern auch auf den Schließmechanismus. Der sollte möglichst hochwertig sein. Unabhängig davon sind Zahlenschlösser nach Erkenntnissen der Stiftung Warentest aus einem Test im Frühjahr 2014 mit acht Modellen für acht bis 43 Euro eher die zweite Wahl: Alle Kandidaten ließen sich sogar von Laien in rund 20 Sekunden mit Säge oder Bolzenschneider knacken.

Zahlenschlösser sind zwar praktisch, aber sie sollen nicht so sicher wie gute Schlösser mit Schlüssel sein.
Zahlenschlösser sind zwar praktisch, aber sie sollen nicht so sicher wie gute Schlösser mit Schlüssel sein.
Foto: dpa-tmn

Anschließen statt nur abschließen: Den Fahrradrahmen sowie Vorder- und Hinterrad sollte man an fest verankerte Gegenstände anketten, zum Beispiel an Radständer oder Laternen. Reicht ein Schloss dafür nicht aus, muss ein zweites her - am besten ein anderes Modell, um es Kriminellen schwerer zu machen. Grundsätzlich sollten Schlösser möglichst weit vom Boden entfernt angebracht sein, damit dieser nicht als Hebel etwa für Bolzenschneider genutzt werden kann.

Bauteile sichern: Genauso ärgerlich wie der Radklau ist der Diebstahl einzelner Bauteile wie Sattel, Vorbau oder Nabendynamo. Schutz davor bieten im Zubehörhandel erhältliche Spezialschrauben, die sich nur mit individuellen Schraubenschlüsseln lösen lassen.

Code zur Abschreckung: Der ADFC empfiehlt, Fahrräder mit der EIN-Kennung zu codieren. Diese „Eigentümer-Identifikations-Nummer“ wird am Rahmen angebracht und ermöglicht es, das Fahrrad dem Eigentümer direkt zuzuordnen. Codierte Fahrräder lassen sich schlechter weiterverkaufen, und der Code erhöht die Chance, ein entwendetes Rad wiederzubekommen. Infos gibt es bei der Polizei.

Ein Ausweis für das Rad: Mit einem Fahrradpass, in dem unter anderem Modellbezeichnung, Rahmennummer und besondere Merkmale vermerkt werden, hat man nach einem Diebstahl alle benötigten Informationen für Polizei und Versicherung gleich zur Hand. Virtuelle Varianten, die es auch als App gibt, ermöglichen es zudem, Fotos zu hinterlegen.


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(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn
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Foto:�Kai Remmers