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Mit der Großherzogin im Palais
Großherzogin Maria Teresa (l.) führt die Besucher durch den großherzoglichen Palast.

Mit der Großherzogin im Palais

Foto: Chris Karaba
Großherzogin Maria Teresa (l.) führt die Besucher durch den großherzoglichen Palast.
Panorama 1 2 Min. 12.09.2018

Mit der Großherzogin im Palais

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Der großherzogliche Palast öffnet im Sommer seine Tore für Besucher. Auch am Mittwochnachmittag schritten einige Neugierige durch die Räumlichkeiten – mit einer ganz besonderen Begleitung: Großherzogin Maria Teresa.

Zunächst einmal ein Gruppenfoto: Großherzogin Maria Teresa stellt sich mit einem Lächeln zwischen die 17 Besucher, darunter drei Kinder, die sich im Palais zu einer Führung eingefunden haben. Die Monarchin, deren Wurzeln auf Kuba liegen, ist heute ihr Guide im großherzoglichen Palast, dem Arbeitsplatz der großherzoglichen Familie.

Waffensaal, Ehrenhalle, das Büro des Großherzogs, der Kartenraum, der gelbe Salon und das Speisezimmer: Die Großherzogin führt die gespannten Gäste eine Stunde lang mit Erklärungen in Französisch und Luxemburgisch durch die prunkvoll ausgestatteten Räumlichkeiten, die eigentlich nur im Sommer, wenn die Familie verreist ist, für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

 Auch den Gebäudeteil, in dem Staatsgäste wie etwa das belgische Königspaar nächtigen, darf die Gruppe besichtigen. "Eigentlich zeigen wir diesen Teil nicht", erklärt die Großherzogin. "Aber es wäre schade, Ihnen dies vorzuenthalten."  

Die Großherzogin spricht mit Begeisterung über die Kunstwerke, die in jedem Raum zu finden sind.
Die Großherzogin spricht mit Begeisterung über die Kunstwerke, die in jedem Raum zu finden sind.
Foto: Chris Karaba

Dekoration und Anekdoten

Mit Begeisterung spricht die adelige Fremdenführerin in jedem Raum über die eigentliche Bestimmung und über die Einrichtungsgegenstände. Auch ein Hinweis zu den Blumenarrangements darf nicht fehlen. "Ich liebe es zu dekorieren", berichtet die Großherzogin. "Und ich habe das Glück, mit wundervollen Gärtnern zusammenarbeiten zu können."

Groß und Klein hören der berühmten Hausherrin mit Begeisterung zu.
Groß und Klein hören der berühmten Hausherrin mit Begeisterung zu.
Foto: Chris Karaba

Natürlich dürfen auch Anekdoten aus dem Leben am Hofe nicht fehlen. Eine kleine Tür, die von der Empfangshalle aus zu den Versorgungsräumen führt, lässt bei der Großherzogin eine ganz besondere Erinnerung aufleben. "Als mein Mann und ich frisch verheiratet waren, haben wir uns hier versteckt", berichtet sie mit einem Lachen. "Dann haben wir die Tür einen Spalt geöffnet, um zu hören, was bei der Führung durch den Palast erzählt wird."

Für einen weiteren Lacher bei den Gästen, die mit wenigen Ausnahmen auch Luxemburgisch sprechen, sorgt die Großherzogin mit der Geschichte über einen Gast, der bei einer Verneigung mit seinem Kopf der Tür des Aufzugs ungewollt zu nahe kam.

Gruppenfoto vor der Führung durch den großherzoglichen Palast.
Gruppenfoto vor der Führung durch den großherzoglichen Palast.
Foto: Chris Karaba

Kunst in allen Räumen

Die Monarchin unterhält ihre Gäste auch mit Detailwissen zu den verschiedenen Kunstwerken - Gemälde und Skulpturen aus allen Epochen, darunter auch eine Vielzahl von Portraits der amtierenden und früheren Herrscher. Im Kartenzimmer, wo an allen Wänden historische Zeichnungen angebracht wurden, hat die Großherzogin sogar ein Lieblingsstück untergebracht: eine Karte ihrer Heimat Kuba.


Ein Objekt, ein Museum: Kutschemusée / Foto: Steve EASTWOOD
Blauer Plüsch, weiße Reifen
Hochzeit am großherzoglichen Hof. Sechs Pferde ziehen den „Coupé Gala“ – darin Großherzogin Charlotte und Prinz Félix. Das war 1919 im November. Die Kutsche gibt es noch. Heute steht sie in Peppingen.

Zum Abschluss stellt nur einer der begeisterten Besucher eine Frage: Welcher Gast des Palais am meisten in Erinnerung geblieben sei. Die Großherzogin muss lange nachdenken. Die Begegnung mit Papst Johannes Paul II. sei ihr unter anderem gut in Erinnerung geblieben. "Wir wissen, dass es ein Privileg ist, all diese berühmten Menschen zu treffen", so das Abschlusswort der royalen Hausherrin, bevor sie sich mit einem Handschlag von allen verabschiedet.


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