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100 Millionäre fordern Vermögensteuer für die Reichsten
Panorama 19.01.2022
"Tax Me Now"

100 Millionäre fordern Vermögensteuer für die Reichsten

"Tax Me Now"

100 Millionäre fordern Vermögensteuer für die Reichsten

Foto: DPA
Panorama 19.01.2022
"Tax Me Now"

100 Millionäre fordern Vermögensteuer für die Reichsten

Eine Gruppe von mehr als 100 Millionären aus neun Ländern fordert eine Vermögensteuer für die Reichsten.

(dpa) - Eine Gruppe von mehr als 100 Millionären aus neun Ländern fordert zusammen mit internationalen Organisationen eine Vermögensteuer für die Reichsten. „Besteuert uns, die Reichen, und zwar jetzt“, forderten die Gruppen Patriotic Millionaires, Millionaires for Humanity und Tax Me Now nach Angaben der Nothilfeorganisation Oxfam die Regierungen auf.

Dies würde helfen, die extreme Ungleichheit zu verringern und soziale Grunddienste wie eine öffentliche Gesundheitsversorgung und Bildung zu finanzieren, teilte Oxfam am Mittwoch weiter mit. Oxfam verwies auf eine Analyse, wonach ein Steuervolumen von mindestens 2,5 Billionen Dollar (2,2 Billionen Euro) pro Jahr möglich sei.


US Treasury Secretary Janet Yellen addresses a press conference during the G20 finance ministers and central bankers meeting in Venice on July 11, 2021. - G20 finance ministers have given their backing to a historic deal to overhaul the way multinational companies are taxed, and urged hold-out countries to get on board. Some 132 countries have already signed up to a framework for international tax reform, including a minimum corporate rate of 15 percent, struck earlier this month. (Photo by ANDREAS SOLARO / AFP)
G20-Finanzminister beschließen globale Steuerreform
Finanzminister der großen Industrie- und Handelsstaaten haben eine Steuerreform mit Mindeststeuern für große Unternehmen beschlossen.

Die Patriotic Millionaires veröffentlichen ihren Brief anlässlich der Veranstaltungsreihe „Davos Agenda“ des Weltwirtschaftsforums. Zu den Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen gehören den Angaben zufolge die amerikanische Filmproduzentin und Erbin Abigail Disney, der dänisch-iranische Unternehmer Djaffar Shalchi, der amerikanische Unternehmer und Risikokapitalgeber Nick Hanauer sowie die österreichische Studentin und BASF-Erbin Marlene Engelhorn.

Eine Vermögensteuer, die bei Millionären mit nur zwei Prozent jährlich ansetze und bei Milliardären auf fünf Prozent jährlich steige, könnte den Angaben zufolge weltweit 2,52 Billionen US-Dollar pro Jahr einbringen. Damit wären wesentliche Fortschritte bei Armutsbekämpfung, Verteilungsgerechtigkeit bei Covid-19-Impfstoffen und allgemeiner Gesundheitsversorgung möglich. In dem Schreiben heißt es, die Welt habe in den vergangenen zwei Jahren großes Leid erfahren, während die Reichsten noch reicher geworden seien und nur sehr wenige von ihnen angemessen Steuern bezahlt hätten.


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