Medizinische Tipps: Seriöse Hilfe aus dem Netz
Geht es um die Gesundheit, befragen viele Menschen zuerst das Internet. Dort findet man allerhand Gesundheitsinfos. Aber nicht alle sind seriös und auf dem neuesten Stand.

Medizinische Tipps: Seriöse Hilfe aus dem Netz

Foto: dpa
Geht es um die Gesundheit, befragen viele Menschen zuerst das Internet. Dort findet man allerhand Gesundheitsinfos. Aber nicht alle sind seriös und auf dem neuesten Stand.
Panorama29.01.2018

Medizinische Tipps: Seriöse Hilfe aus dem Netz

Ob Erste Hilfe bei Husten oder das beste Mittel gegen Ausschlag: Das Internet ist längst zum wichtigen Ratgeber für Patienten geworden. Doch wie seriös sind solche Informationen im Netz?

(dpa) - Fast die Hälfte der Menschen (46 Prozent), die nach Gesundheitsinformationen suchen, tut dies laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung im Netz. Aber wie erkennen Patienten, ob die Informationen seriös und auf dem neusten Stand sind? Urs-Vito Albrecht, der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) unter anderem über Gesundheits-Apps forscht, empfiehlt einen einfachen Schnelltest: Ist ein Impressum vorhanden, und gibt es eine Datenschutzerklärung? „Allein wenn eine dieser beiden Angaben fehlt, reicht mir das schon zur Skepsis“, sagt er.

Wer es genauer wissen möchte, sieht nach, wer hinter der Webseite steckt. Die Qualifikation der Autoren sollte zum Inhalt passen. Wird die Seite darüber hinaus von einem Unternehmen finanziert? Dann könnte es sein, dass die Inhalte werbegetrieben sind. Zweck und Zielgruppe der Seite müssen erkennbar sein.

Klar ersichtlich sollten auch die Quellen sein, auf denen die dargestellten Informationen beruhen. So kann der Nutzer erkennen, ob die Informationen auf dem neusten Stand des medizinischen Wissens sind oder ob es sich um Erfahrungsberichte oder veraltete Informationen handelt. Dafür ebenfalls wichtig: Wird die Seite regelmäßig aktualisiert? Denn nur so können die Informationen stets aktuell sein.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Gesundheits-Infos im Netz: Ein guter Ratgeber?
Das Internet ist für viele ein selbstverständliches Rechercheinstrument - auch wenn es um die Gesundheit geht. Dagegen ist nichts zu sagen. Doch es sind Vernunft und etwas Skepsis gefragt, damit aus Information nicht Desinformation wird.