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Maßarbeit für Könner: Für Extrawünsche lohnt sich der Selbstbau-PC
Wer seinen PC selbst zusammenbastelt, sollte auf kompatible Hardware und ein Netzteil mit ausreichender Leistung achten.

Maßarbeit für Könner: Für Extrawünsche lohnt sich der Selbstbau-PC

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Wer seinen PC selbst zusammenbastelt, sollte auf kompatible Hardware und ein Netzteil mit ausreichender Leistung achten.
Panorama 3 Min. 26.12.2014

Maßarbeit für Könner: Für Extrawünsche lohnt sich der Selbstbau-PC

Mit etwas Recherche und Geschick kann man sich seinen eigenen Rechner zusammenbasteln. So lässt sich der Computer besser an die eigenen Bedürfnisse anpassen - und Geld sparen.

(dpa/tmn) - „Einmal den günstigen Desktop-PC zum Mitnehmen bitte.“ So werden die meisten Computer gekauft. Ein kurzer Blick, ob wohl alles Wichtige enthalten ist, und dann ab in den Warenkorb. Es geht aber auch anders. Wer seinen Rechner selbst zusammenbaut, kann ihn auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen und hat am Ende oft das besseres Modell. Aber wie leicht kann man einen PC nach den eigenen Wünschen zusammenstellen? Reicht es, einfach Grafikkarte, Festplatte und Prozessor an das Mainboard im Gehäuse anzuschließen?

„Diese Komponenten können, zumindest in der Theorie, beliebig getauscht und gewechselt werden“, sagt Manuel Fischer vom IT-Verband Bitkom. Der Vorteil eines Fertig-PCs: In der Regel passen alle Teile zusammen. Deshalb empfiehlt Fischer Laien den Griff zum fertigen Gerät. Der Eigenbau sei meist nicht billiger - und wenn doch, dann steckt man einige Zeit hinein.

Doch der Selbstbau kann sich auch lohnen. Etwa dann, wenn man besondere Wünsche hat, etwa einen möglichst billigen PC mit SSD oder eine flotte Grafikkarte mit einer günstigen CPU kombinieren möchte, erklärt Christof Windeck von der Fachzeitschrift „c't“. Ein bisschen Begeisterung fürs Basteln kann nicht schaden. Besonders wichtig ist, sich im Vorfeld Gedanken über den späteren Einsatz des Rechners zu machen. Danach richtet sich nämlich die Auswahl der Komponenten. „Besonders wichtige Faktoren sind die benötigte Rechenleistung, die Umgebungslautstärke, die Grafikleistung und die benötigten Hardware-Schnittstellen“, sagt Fischer.

Für Spieler sind besonders leistungsstarke Grafikkarten interessant. Sie lassen sich auch nachträglich noch austauschen.
Für Spieler sind besonders leistungsstarke Grafikkarten interessant. Sie lassen sich auch nachträglich noch austauschen.
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Genaue Planung muss sein

Für Windeck ist das Mainboard, also die Platine, an der alle Kabel und Stecker zusammenlaufen, die wichtigste Komponente. Fehlen bestimmte Anschlüsse am Mainboard, lassen sie sich später nur schwer nachrüsten. „Das Mainboard beeinflusst auch ganz entscheidend die Leistungsaufnahme im Leerlauf, also die Stromkosten, und die Lautstärke des Systems“, sagt Windeck. Zur Lärmvermeidung sollten Lüfter der Grafikkarte und das Netzteil auch leise und effizient arbeiten. Wichtig ist auch, beim Netzteil auf ausreichende Leistungsreserven zu achten, damit stromhungrige Bauteile den Rechner nicht in die Knie zwingen.

Wer später viel spielen will, sollte auf eine flotte Grafikkarte achten, der schnellste Prozessor muss es dann nicht sein. Für einen Büro-PC und zur Fotobearbeitung reiche oft schon die im Prozessor integrierte Grafikeinheit. Für schnelle Reaktionszeiten rät Windeck zu einem SSD-Chipspeicher statt der Magnetfestplatte. Viel Geld kann man beim Kauf von Arbeitsspeichermodulen versenken. Windeck rät, kein Geld für schicke Blechdeckel und vermeintlich tolle Taktfrequenzen ausgeben. Es reichen einfache Speicherriegel, die zum Mainboard passen. Manchmal lohne es auch, ältere Schnittstellen wie VGA für den Monitor oder ein DVD-Laufwerk einzubauen. So lassen sich alte Datenträger noch lesen oder ältere Geräte weiter verwenden.

Tutorials im Netz und Bauanleitung aus der Fachzeitschrift

Ein Problem bei der Bastelei ist die Gewährleistung: Eine Reklamation ist nur für einzelne Komponenten möglich. „Im Zweifel müssen fehlerhafte Bauteile einzeln ausgebaut, eingeschickt und gewechselt werden“, sagt Fischer. Deswegen ist es wichtig, dass alle Bauteile gut zusammenpassen. „Unterstützung findet man hier bei gängigen Online-Händlern, die teilweise eigene Konfiguratoren anbieten und anschließend die fertige Konfiguration versenden.“ Auch in Computerzeitschriften gibt es regelmäßig Bauanleitungen. Zahlreiche Blogs im Netz und auch Youtubevideos wie die des Technik-Blogger Thomas Wardmann, der unter dem Namen „Motawa10“ Tutorials veröffentlicht, geben Hilfestellung.

Aber was für einen Rechner bekommt man dann für sein Geld? Für rund 500 Euro lässt sich laut Fischer ein Allround-PC basteln, der zum Surfen, Videoschauen und Musikhören bestens gerüstet ist. „Für 1000 Euro sollten bereits gehobene Ansprüche erfüllt werden, auch Videobearbeitung und anspruchsvollere Computerspiele sollten bereits reibungslos laufen“, meint der Experte. Für 1500 Euro erhalte man einen High-End-PC, der auch mit geringem Stromverbrauch und einer niedrigen Geräuschentwicklung überzeugen sollte.


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(Archivbild vom 16.03.2012/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn