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Madrid versinkt im Schnee - vier Tote
Panorama 7 1 2 Min. 09.01.2021

Madrid versinkt im Schnee - vier Tote

Heftige Schneefälle sind in der spanischen Hautstadt eine Seltenheit.

Madrid versinkt im Schnee - vier Tote

Heftige Schneefälle sind in der spanischen Hautstadt eine Seltenheit.
Foto: AFP
Panorama 7 1 2 Min. 09.01.2021

Madrid versinkt im Schnee - vier Tote

Die iberische Halbinsel erlebt einen historischen Schneesturm. Beeindruckende Fotos gehen um die Welt. Doch es sind auch vier Todesopfer zu vermelden.

Das Sturmtief „Filomena“ sorgt in Madrid und anderen Teilen Spaniens mit starken Schneefällen gleichzeitig für Spaß und Chaos. Während die „Madrileños“ am Samstag überall auf den nahezu autoleeren Straßen der Hauptstadt sich laut lachend ungewöhnliche Schneeballschlachten lieferten und zum Teil auch auf Langlaufskiern unterwegs waren, gab der größte Flughafen Spaniens die Einstellung des Betriebs für den ganzen Tag bekannt. In den Regionen, in denen es keinen Schnee gab, brachte „Filomena“ Unwetter, starke Windböen, Dauerregen und hohe Wellen.  

Italien war im Dezember bereits von ungewohnt heftigen Schneefällen überrascht worden.


Seit Freitagvormittag fielen in Madrid ununterbrochen dicke weiße Flocken vom Himmel. Der starke Schneefall sollte dort am Samstag erst gegen Mitternacht aufhören. Seit Freitagabend und noch bis Samstagabend galt in der Hauptstadt und auch in zahlreichen anderen Regionen des Landes die höchste Alarmstufe Rot. „Das ist der bisher heftigste Schneefall des Jahrhunderts in Madrid. Ähnliches hatte es zuletzt im März 1971 und Februar 1984 gegeben“, sagte der Sprecher des Wetterdienstes AEMET, Rubén del Campo.  

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Am Freitagabend waren in Madrid bereits mehrere Flüge ausgefallen. Die Madrider S-Bahn stellte den Betrieb bis auf weiteres ein, die Eisenbahngesellschaft Renfe strich am Samstag die meisten Verbindungen. Zudem wurden einige Landstraßen und die Autobahnringe der Hauptstadt M-30 und M-40 gesperrt. Die Militärische Nothilfeeinheit UME musste nach eigenen Angaben seit Freitagabend mit 147 Soldaten und 66 Fahrzeugen mehrfach ausrücken, um im Schnee stehengebliebenen Autofahrern zu helfen oder umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Allein in der besonders schwer betroffenen Region Madrid seien seit Freitagabend fast 1.500 Menschen gerettet worden, die vom Schnee in ihren Fahrzeugen festgesetzt worden seien. 

Vier Tote

Nach Angaben der Behörden wurde in Zarzalejo im Nordwesten der Region Madrid ein 54-Jähriger tot geborgen, der mutmaßlich in der Nacht von Schneemassen begraben worden war. Ein Obdachloser sei am Samstag in einem Park des Madrider Viertels Carabanchel erfroren. 

Ein Mann und eine Frau starben in Fuengirola in der Provinz Málaga im Süden Spaniens, als ihr Fahrzeug in der Nacht bei Überschwemmungen von Wassermassen mitgerissen wurde.    

Eine schlechte Nachricht gab es derweil für die Fans von Atlético Madrid: Das Heimspiel des Liga-Tabellenführers gegen Athletic Bilbao wurde wegen des Winterwetters abgesagt.    

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