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Madonna fühlt sich von "New York Times"-Artikel "vergewaltigt"
Madonna bei den MTV Video Music Awards in New York im August 2018.

Madonna fühlt sich von "New York Times"-Artikel "vergewaltigt"

Foto: ANGELA WEISS / AFP
Madonna bei den MTV Video Music Awards in New York im August 2018.
Panorama 07.06.2019

Madonna fühlt sich von "New York Times"-Artikel "vergewaltigt"

Mit drastischer Wortwahl hat sich US-Sängerin Madonna gegen ein Porträt über sich in der "New York Times" gewehrt.

(dpa) - In einem Instagram-Beitrag ließ sie ihrem Unmut freien Lauf: "Zu sagen, ich wäre enttäuscht, wäre eine Untertreibung", schrieb sie am Donnerstag. "Ich fühle mich vergewaltigt. Und ja, ich darf diese Analogie verwenden, weil ich mit 19 vergewaltigt wurde."


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Eine "New York Times"-Autorin hatte nach eigener Aussage eine Woche vor den Billboard Music Awards Anfang Mai Madonna in deren Zuhause in London besucht. In ihrem ausführlichen Artikel "Madonna at Sixty" ("Madonna mit 60") schrieb die Autorin, die Sängerin habe sich nicht öffnen wollen und sei "wie ein Kaktus mit Stacheln" gewesen. "Ich hatte nicht das Gefühl, genug von ihren wirklichen Gedanken über ihr wirkliches Leben zu erfahren." Zudem deutete die Autorin an, dass Madonna mit zunehmendem Alter Schwierigkeiten als Popstar habe.

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Madame ❌ on the cover of N.Y.T. Magazine photographed by my dear friend @jr..........Also sharing my fav photo that never made it in, along with pre-shoot chat and a celebratory glass of wine 🍷 after many hours of work! To say that I was disappointed in the article would be an understatement- It seems. You cant fix society And its endless need to diminish, Disparage or degrade that which they know is good. Especially strong independent women. The journalist who wrote this article spent days and hours and months with me and was invited into a world which many people dont get to see, but chose to focus on trivial and superficial matters such as the ethnicity of my stand in or the fabric of my curtains and never ending comments about my age which would never have been mentioned had I been a MAN! Women have a really hard time being the champions of other women even if. they are posing as intellectual feminists. Im sorry i spent 5 minutes with her. It makes me feel raped. And yes I’m allowed to use that analogy having been raped at the age of 19. Further proof that the venerable N.Y.T. Is one of the founding fathers of the Patriarchy. And I say—-DEATH TO THE PATRIARCHY woven deep into the fabric of Society. I will never stop fighting to eradicate it. 💔

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Madonna schrieb in ihrem Instagram-Post, die Journalistin habe Monate mit ihr verbracht und Zugang zu einer Welt gehabt, "die viele Menschen nicht zu sehen bekommen." Sie bereue nun, "auch nur fünf Minuten mit ihr verbracht zu haben." Die Sängerin und Schauspielerin kritisierte weiter, die Autorin habe ihre Aufmerksamkeit auf "belanglose und oberflächliche Dinge gerichtet". Sie bemängelte zudem die "endlosen Äußerungen über mein Alter, das niemals erwähnt worden wäre, wenn ich ein Mann gewesen wäre."

Für sie zeige das Porträt, dass die "ehrwürdige NYT" zu den Gründervätern des Patriarchats gehöre, schrieb die Sängerin. "Und ich sage: Tod dem Patriarchat, das tief in der Struktur unserer Gesellschaft verankert ist."

Madonna bringt Ende kommender Woche ihr 14. Studio-Album "Madame X" heraus. Es ist ihre erste Veröffentlichung mit neuer Musik seit 2015.



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