Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Luxemburger Kirche gibt Tipps zum Umgang mit Corona-Virus
Panorama 2 Min. 06.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburger Kirche gibt Tipps zum Umgang mit Corona-Virus

Angesichts des Corona-Virus empfiehlt die Kirche derzeit die Handkommunion.

Luxemburger Kirche gibt Tipps zum Umgang mit Corona-Virus

Angesichts des Corona-Virus empfiehlt die Kirche derzeit die Handkommunion.
Foto: Shutterstock
Panorama 2 Min. 06.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburger Kirche gibt Tipps zum Umgang mit Corona-Virus

Michael MERTEN
Michael MERTEN
Vorsicht vor dem Weihwasserkessel, Messen ohne Friedensgruß: Das Erzbistum Luxemburg sorgt sich um die Gesundheit seiner Gläubigen - und hat nun konkrete Corona-Verhaltenstipps gegeben.

Wie in vielen anderen Ländern hat nun auch die Luxemburger Kirche den Gläubigen Verhaltenstipps zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gegeben. Das Erzbistum veröffentlichte die neuen Verhaltensregeln am Freitag auf seiner Homepage.

"Die Grundregel zur Minderung der Ansteckungsgefahr lautet: Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten oder deren Leitung verzichten", schreibt die erzbischöfliche Verwaltung.

Verbote spricht das Erzbistum seinen Gläubigen nicht aus - es gibt vielmehr Verhaltensempfehlungen ab. So rät die katholische Kirche des Großherzogtums zur Zurückhaltung bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen. Priester, Diakone und Kommunionhelfer sollen vor ihrem Dienst die Hände besonders gründlich waschen und ein Desinfektionsmittels benutzen. Für den Empfang der Heiligen Eucharistie wird gegenwärtig die Handkommunion empfohlen, bei der der Priester die Hostie ohne direkte Berührung an den Gläubigen übergibt.

Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos solle hingegen auf die in Luxemburg ohnehin kaum noch geläufige Mundkommunion sowie auf die Kelchkommunion verzichtet werden. Auch von Körperkontakt etwa durch das Friedenszeichen nach dem Friedensgruß, Händeschütteln und Umarmungen wird abgeraten. 


03.03.2020, Sachsen, Leipzig: Ein Schild "Kein Eingang" steht in in der Messe auf dem Boden. Die Leipziger Buchmesse ist wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Stadt Leipzig und die Messeleitung haben die Entscheidung am Dienstag gemeinsam getroffen. Es sei eine Maßnahme zur Prävention. Die Frühlingsschau der Buchbranche hätte vom 12. bis 15. März stattfinden sollen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Welche Events dem Virus zum Opfer fallen (könnten)
Durch den Anstieg von Coronavirus-Fällen erlassen einige Länder ein Verbot von Großveranstaltungen. Im Messe- und Sportbereich kommt es zu zahlreichen Absagen – insbesondere Olympia-Organisator Japan zittert.

Das Erzbistum betont: "Im kirchlichen Raum soll mit Blick auf das neue Virus verantwortlich gehandelt, aber eine überzogene Ängstlichkeit vermieden werden." 

Die moderaten Empfehlungen des Erzbistums ähneln denen in vielen anderen Ländern. Vereinzelt gibt es aber auch deutlich restriktivere Maßnahmen. So hat etwa das Lateinische Patriarchat von Jerusalem am Donnerstag Messfeiern in der Region Bethlehem sowie in Jericho nur noch für Gruppen mit bis zu 15 Gläubigen erlaubt. Zudem muss ein Mindestabstand von einem Meter zwischen den Gottesdienstbesuchern eingehalten werden. Gläubige wurden von der Sonntagspflicht befreit, Weihwasserbecken entleert und alle pastoralen und kirchlichen Aktivitäten abgesagt. 

Der beliebte südfranzösische Marienwallfahrtsort Lourdes will bislang an den Pilgerfahrten festhalten, an denen jährlich mehrere Millionen Gläubige teilnehmen, darunter viele kranke Menschen. Auch das Erzbistum Luxemburg pilgert vom 19. bis 25. Juli nach Lourdes. Wie die italienische Zeitung "Il Messaggiero" berichtete, werden jedoch die Bäder im sogenannten "Heiligen Bezirk" von Lourdes bis auf Weiteres geschlossen. Das Eintauchen in diese Becken, die mit Quellwasser aus der Erscheinungsgrotte von Massabielle gespeist werden, ist sonst für viele kranke wie auch gesunde Pilger eine der traditionellen Stationen der Wallfahrt.

Mit Material von KNA.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die Luxemburger Regierung wird die Firmen unterstützen, die dazu gezwungen sein könnten, einen Teil ihrer Aktivität einzustellen und dadurch ihre Mitarbeiter ganz oder teilweise nicht mehr beschäftigen können.
In Luxemburg gibt es jetzt den ersten Verdachtsfall auf das Corona-Virus.
Italien ist wegen des Coronavirus sowieso schon am Boden. Nun kommt eine drastische Maßnahme hinzu: Alle Schulen im ganzen Land machen dicht. Auch sollen neue Verhaltensregeln gelten - Küssen verboten.
People arrive at the a pre-triage medical tent in front of the Cremona hospital, in Cremona, northern Italy, on March 4, 2020. - Italy will recommend people stop kissing in public, avoid shaking hands and keep a safe distance from each other to limit the spread of the novel coronavirus. Other measures to be approved by the government, which has borne the brunt of the COVID-19 disease, includes a plan to play all football matches behind closed doors. (Photo by Miguel MEDINA / AFP)
Durch den Anstieg von Coronavirus-Fällen erlassen einige Länder ein Verbot von Großveranstaltungen. Im Messe- und Sportbereich kommt es zu zahlreichen Absagen – insbesondere Olympia-Organisator Japan zittert.
03.03.2020, Sachsen, Leipzig: Ein Schild "Kein Eingang" steht in in der Messe auf dem Boden. Die Leipziger Buchmesse ist wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Stadt Leipzig und die Messeleitung haben die Entscheidung am Dienstag gemeinsam getroffen. Es sei eine Maßnahme zur Prävention. Die Frühlingsschau der Buchbranche hätte vom 12. bis 15. März stattfinden sollen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++