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„Luxembourg Second“: „Nation Branding“ mal anders
Panorama 3 2 Min. 06.02.2017 Aus unserem online-Archiv

„Luxembourg Second“: „Nation Branding“ mal anders

In dem Video macht sich das Team rund um Ben Olinger unter anderem über die vielen Straßen lustig, die Rue Dicks heißen.

„Luxembourg Second“: „Nation Branding“ mal anders

In dem Video macht sich das Team rund um Ben Olinger unter anderem über die vielen Straßen lustig, die Rue Dicks heißen.
Screenshot: Youtube
Panorama 3 2 Min. 06.02.2017 Aus unserem online-Archiv

„Luxembourg Second“: „Nation Branding“ mal anders

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Ein neuer Internet-Videohit zeigt, warum Luxemburg den Posten als wichtigstes Land nach den USA verdient hat.

(kw) - Während seiner Antrittsrede drückte sich Donald Trump klar aus – von nun an werden die USA an erster Stelle stehen. Was für den 45. Präsidenten der USA bitterer Ernst ist, brachte die Europäer zum Staunen. Seither fragt man sich: Wenn die USA das wichtigste Land der Welt sind, welches Land ist dann bitte auf Platz zwei? Um diese Frage zu beantworten, produzieren derzeit zahlreiche Comedy-Shows aus verschiedenen europäischen Ländern Videos, um sich für diesen Posten zu bewerben. 

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Selbstlob à la Trump

Den Anfang machten die Niederlande mit der Sendung „Zondag met Lubach“. Darauf folgten unter anderem Belgien, die Schweiz, Deutschland, Portugal und nun auch Luxemburg. Alle Videos verlaufen immer nach dem gleichen Muster: Das jeweilige Land spricht überspitzt und voller Ironie über seine Stärken und bedient sich eines Sprachstils, der stark an den von Trump erinnert. Demnach haben die Niederlande die beste Sprache, die Schweiz die besten Frauen und Portugal einen Gründervater, der bereits gegen die Araber gekämpft hat. 

In einigen Videos, so auch in dem aus Luxemburg, kommt zudem ein Trump-Imitator namens Shaun Streeter zu Wort, dessen Stimme der des Originals zum Verwechseln ähnlich klingt. Wie Max Kasel, der am Eldoradio-Format „Studio Ben“ mitwirkt, erklärt, sei Streeter von der Produktionsfirma der ZDF-Sendung „Neon Magazine Royal“ empfohlen worden, die für das Deutschland-Video verantwortlich ist. 

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In der Tat sei es laut Kasel die Sendung rund um Moderator Jan Böhmermann gewesen, die das siebenköpfige Team von „Studio Ben“, dazu bewegt hat, ein eigenes Video anzufertigen. So habe das Team in den vergangenen Tagen gemeinsam über Facebook und mittels Textnachrichten an den Witzen und Inhalten gearbeitet und mit der Produktionsfirma „LightArk“ das finale Konzept entworfen. „Jeder hat typisch luxemburgische Merkmale vorgeschlagen“, so Kasel. Sie wählten aktuelle Geschehnisse, Klischees, aber auch Insider-Witze aus, die nur von Luxemburgern verstanden werden. In dem Video spricht Streeter dann über all die Vorzüge, die das Großherzogtum zu bieten hat: keine Steuern, viel Geld, ArcelorMittal, ein Großherzog, der mit einer Flüchtlingsfrau aus Kuba verheiratet ist, und ein Vizepremierminister, der regelmäßig an Belgien ausgeliehen wird. 

Starke Konkurrenz 

Ob Luxemburg nun in der Tat das zweitwichtigste Land ist, wagt Max Kasel bei einer solch starken Konkurrenz zu bezweifeln. Im Ausland kommt das Video dennoch gut an: Bis Montagabend zählte „Luxembourg Second“ bei YouTube fast 300.000 Aufrufe. Laut Kasel sei das ganze Team stolz auf die geleistete Arbeit: „Wir haben bewiesen, dass Luxemburg eine Kultur hat und mehr ist, als nur eine billige Tankstelle auf dem Weg nach Frankreich. Wir haben etwas für das ,Nation Branding’ des Landes getan.“ 

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Alle Videos sind auf everysecondcounts.eu und auf YouTube zu sehen. 


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