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Lungenentzündung nicht unterschätzen
Panorama 2 Min. 06.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Mehr als ein schlimmer Husten

Lungenentzündung nicht unterschätzen

Wenn zu Husten, Fieber und Abgeschlagenheit noch Luftnot oder eitriger Auswurf hinzukommen, sollte man schleunigst zum Arzt gehen: Dahinter kann eine Lungenentzündung stecken.
Mehr als ein schlimmer Husten

Lungenentzündung nicht unterschätzen

Wenn zu Husten, Fieber und Abgeschlagenheit noch Luftnot oder eitriger Auswurf hinzukommen, sollte man schleunigst zum Arzt gehen: Dahinter kann eine Lungenentzündung stecken.
Foto: dpa/tmn
Panorama 2 Min. 06.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Mehr als ein schlimmer Husten

Lungenentzündung nicht unterschätzen

Lungenentzündung ist nicht gleich Lungenentzündung: Die Krankheit, die immer noch tödlich enden kann, verläuft von Patient zu Patient unterschiedlich. Vorbeugen kann man mit einer Impfung - und einem abwehrstarken Immunsystem.

(dpa/tmn) - Husten, Fieber, Abgeschlagenheit - bei solchen Beschwerden denkt jeder eher an einen Atemwegsinfekt, aber nicht unbedingt an eine Lungenentzündung. Genau das ist das Tückische an der Krankheit. Hat der Betroffene aber auch Luftnot sowie Schüttelfrost oder geht der Husten mit eitrigem oder gar blutigem Auswurf einher, sind das Anzeichen für eine Pneumonie. Betroffene sollten dann möglichst rasch einen Arzt aufsuchen. Denn je früher die richtige Therapie beginnt, desto besser.

„Besonders gefährdet, an einer Lungenentzündung zu erkranken, sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem“, sagt Prof. Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Nicht selten geht ihr ein Infekt im Hals- und Rachenbereich voraus. „Ausgelöst wird eine Pneumonie weitüberwiegend durch Bakterien, etwa durch Pneumokokken, aber auch hin und wieder durch Viren oder andere Erreger“, erklärt Welte.

Von der Ansteckung zum Ausbruch

Sprechen, Husten oder Niesen - auf diesen Wegen werden in den meisten Fällen die Erreger einer bakteriellen Lungenentzündung per Tröpfcheninfektion übertragen. Allerdings führt nicht jeder Erreger automatisch zu einer Pneumonie. Es kommt darauf an, wie widerstandsfähig das Immunsystem ist, erläutert Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner.

Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, sind die Lungenbläschen und manchmal auch das Lungengewebe entzündet und angeschwollen. Mit einer Blutuntersuchung sowie Röntgenaufnahmen der Lunge kann ein Arzt feststellen, ob in der Tat eine Pneumonie vorliegt.

Impfung, Antibiotika und Abhärtung

Therapiert wird eine durch Bakterien wie Pneumokokken ausgelöste Lungenentzündung in erster Linie mit Antibiotika. Merkt ein Patient innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme des Präparats keine Verbesserung seiner Beschwerden, dann muss er darüber den Arzt informieren. Der wird dann andere Antibiotika verschreiben.

„In aller Regel müssen die Antibiotika je nach ärztlicher Verordnung fünf bis sieben Tage eingenommen werden“, erklärt Ursula Sellerberg von der deutschen Bundesapothekerkammer in Berlin. Wichtig ist, sich genau an den Therapieplan des Arztes zu halten und keinesfalls die Antibiotika vorzeitig abzusetzen - selbst dann, wenn die Beschwerden abgeklungen sind. „Wer zu früh die Medikamente weglässt, riskiert einen Rückfall“, warnt Sellerberg.

Eine durch Viren ausgelöste Lungenentzündung kann mit Medikamenten nicht beeinflusst werden. Die Therapie beschränkt sich in solchen Fällen auf die Linderung der Symptome.

Wer einer Lungenentzündung vorbeugen will, sollte sich gegen Pneumokokken, dem häufigsten Erreger der bakteriellen Lungenentzündung, impfen lassen. „Diese Schutzimpfung wird vor allem Menschen über 60, chronisch Kranken sowie Kindern bis zum zweiten Lebensjahr empfohlen“, sagt Welte.

Grundsätzlich sollte man sein Immunsystem bestmöglich schützen. Dazu gehört etwa, nicht zu rauchen und sich gesund - mit viel Obst und Gemüse - zu ernähren. Ebenfalls gut sei regelmäßige Bewegung.


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