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LNS: Teilnahme an Antibiotika-Studie
Panorama 2 Min. 13.10.2020

LNS: Teilnahme an Antibiotika-Studie

Das LNS hat seinen Sitz in Düdelingen.

LNS: Teilnahme an Antibiotika-Studie

Das LNS hat seinen Sitz in Düdelingen.
Foto: LNS
Panorama 2 Min. 13.10.2020

LNS: Teilnahme an Antibiotika-Studie

Das Laboratoire national de santé (LNS) hat erneut als Ko-Autor zu einer Studie für eine internationale Zeitschrift beigetragen.

(LW/C.) - Die Studie, die jetzt in der Fachpublikation „Journal of Antimicrobial Chemotherapy“ veröffentlicht wurde, hatte Antibiotika-Empfindlichkeitstests zum Thema - insbesondere die Entwicklung eines bioinformatischen Online-Instruments zur Feststellung der Antibiotika-Resistenz eines Bakterienstammes auf der Grundlage der vollständigen Sequenzdaten seines Genoms (Whole Genome Sequencing - WGS).

An der Studie waren Labore, Universitäten und Forscher aus mehreren europäischen Ländern sowie den USA beteiligt. Beim LNS waren Dr. Catherine Ragimbeau und Dr. Joël Mossong vom Service Epidemiologie und mikrobielle Genomik für das Projekt verantwortlich. Die Mikrobiologen arbeiteten dabei mit dem Laboratoire de Médecine Vétérinaire de l'Etat (LMVE) zusammen, das ebenfalls in Düdelingen ansässig ist.  

95-prozentige Übereinstimmung

Ziel der Zusammenarbeit war es, die Zuverlässigkeit von WGS im Vergleich zu traditionellen Labormethoden nachzuweisen, wie Catherine Ragimbeau erklärt: „Mit WGS können wir auf einfache Weise, nämlich durch die Computerisierung der genomischen Daten des Stammes, Antibiotika-Empfindlichkeitstests (AST) erhalten. Das Programm kann nicht nur die Gene identifizieren, die eine Resistenz gegen Antibiotika verursachen, sondern auch genetische Mutationen, die diese Resistenz verleihen.“

Dr. Catherine Ragimbeau
Dr. Catherine Ragimbeau
Foto: LNS/Laurent Antonelli

Gegenwärtig basieren In-Vitro-Tests auf der Untersuchung des Stammes, der in Gegenwart der zu testenden antimikrobiellen Moleküle kultiviert wird. Jedoch hat diese konzeptionell einfache Methode ihre Grenzen, welche die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse behindern. Zudem führen unvollständige Vereinbarungen zwischen den verschiedenen Organisationen bezüglich der zu testenden antimikrobiellen Mittel und der Interpretationskriterien zu Einschränkungen bei phänotypischen ASTs“, so die Wissenschaftlerin weiter.

Um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurde ein großes Panel von Stämmen sowohl menschlichen als auch tierischen Ursprungs mit WGS validiert - mit signifikanten Ergebnissen, wie Catherine Ragimbeau hervorhebt: „Die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen von WGS und denen von Labortests beträgt 95 Prozent. Darüber hinaus sind die wenigen beobachteten Unterschiede hauptsächlich auf ein Problem der Sequenzqualität zurückzuführen. Unter dem Strich sind WGS-basierte antimikrobielle Sensitivitätstests demnach in den meisten Fällen genauso zuverlässig wie konventionelle Methoden.


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Die Studie zu WGS ist bereits die zweite mit LNS-Beteiligung, die innerhalb kürzester Zeit in einer internationalen Zeitschrift veröffentlicht wurde, so Friedrich Mühlschlegel, Direktor der LNS: „Ebenfalls im August wurde in ,Eurosurveillance', einer Fachzeitschrift für Infektionskrankheiten, eine Studie über zur geografischen und zeitlichen Verbreitung der SARS-CoV-2-Kladen in Europa veröffentlicht. Diese verdeutlichte auch unseren Beitrag zur im Kampf gegen das wichtigste medizinische Problem des Jahres 2020, COVID-19.“ 

„Mit der Teilnahme an der Studie zur Antibiotika-Empfindlichkeit wiederum demonstrieren wir unsere Expertise in Bezug auf langfristige Fragen. Und beide unterstreichen die Rolle des LNS als führender Ansprechpartner in Luxemburg für solche internationalen Projekte.“

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