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Künstliche Befruchtung: Frau gebärt "falsche" Kinder
Panorama 08.07.2019

Künstliche Befruchtung: Frau gebärt "falsche" Kinder

Künstliche Befruchtung: Frau gebärt "falsche" Kinder

Foto: Pixabay
Panorama 08.07.2019

Künstliche Befruchtung: Frau gebärt "falsche" Kinder

Ein asiatisches Paar hat sich in einem kalifornischen Kinderwunschzentrum künstlich befruchten lassen - doch offenbar ist bei dem Verfahren etwas schiefgelaufen.

(SC) - Das Paar hat Klage eingereicht, nachdem die Mutter zwei Söhne geboren hatte, die nicht asiatischer Abstammung zu sein schienen. Ein DNA-Test bestätigte laut den Klägern den Verdacht - die Kinder seien genetisch nicht mit ihren mutmaßlichen Eltern verwandt. Das Paar hat daraufhin das Sorgerecht für die beiden Babys aufgegeben. Die Fertilitätsklinik hat bisher noch nicht öffentlich auf die Anschuldigungen reagiert.


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Das asiatische Paar, das sich in ihrer Klage aus Angst vor "Beschämung" nur als "AP" und "YZ" identifiziert, habe seit Jahren versucht, Nachwuchs zu bekommen. Umgerechnet habe das Paar insgesamt fast 90.000 Euro ausgegeben: für die künstliche Befruchtung und damit verbundene Labor- und Reisekosten.

Die Klage bezichtigt die Kinderwunschklinik "CHA Fertility" in Kalifornien und ihre zwei Inhaber der "Behandlungsfehler" und "vorsätzliche Zufügung des schweren seelischen Leides". Nachdem die mutmaßliche Mutter am 30. März zwei Söhne geboren hatte, sei das Paar "schockiert" gewesen, zu sehen, dass die Kinder augenscheinlich nicht mit ihrem genetischen Material gezeugt worden waren. Nicht nur seien die beiden Kinder nicht mit den mutmaßlichen Eltern verwandt, auch die beiden Babys teilten laut Klage kein Erbgut miteinander.

Schon vor der Geburt hätte es Anzeichen gegeben, dass nicht alles mit rechen Dingen vor sich ging. Ein Scan während der Schwangerschaft hätte gezeigt, dass das Paar Söhne erwartete, obwohl sie sich nur weibliche Embryonen hatten einsetzen lassen. Ärzte erklärten den werdenden Eltern damals, der Scan könnte unklar gewesen sein.


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