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Kreuzfahrtschiff losgerissen - Sturm Ali wütet über Irischer See
Dublin: Arbeiter beseitigen einen Baum, der im Zuge des Sturms Ali auf die Finglass Road gestürzt ist.

Kreuzfahrtschiff losgerissen - Sturm Ali wütet über Irischer See

Brian Lawless/PA Wire/dpa
Dublin: Arbeiter beseitigen einen Baum, der im Zuge des Sturms Ali auf die Finglass Road gestürzt ist.
Panorama 19.09.2018

Kreuzfahrtschiff losgerissen - Sturm Ali wütet über Irischer See

Heftiger Wind richtet in Irland und Schottland Zerstörung an. In Irland stirbt eine Frau, als ihr Wohnwagen über eine Klippe geweht wird. In Schottland gerät ein Kreuzfahrtschiff auf Abwege.

(dpa) - Sturm Ali hat in Irland und Großbritannien mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde Chaos und Zerstörung angerichtet. Zwei Menschen starben bei den Unwettern am Mittwoch. In Schottland wurde ein Kreuzfahrtschiff von seiner Verankerung losgerissen. In Irland starb eine Frau, die in ihrem Wohnwagen über eine Klippe geweht wurde. In Nordirland erschlug ein Baum einen Mann, ein weiterer Mensch wurde verletzt.

Greenock: Ein Schlepper ist neben dem Kreuzfahrtschiff Nautica zu sehen, das bei starkem Wind vor Greenock im Wasser liegt und sich am Nachmittag von ihrer Verankerung am Hafen von Greenock gerissen hatte.
Greenock: Ein Schlepper ist neben dem Kreuzfahrtschiff Nautica zu sehen, das bei starkem Wind vor Greenock im Wasser liegt und sich am Nachmittag von ihrer Verankerung am Hafen von Greenock gerissen hatte.
Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Tausende Haushalte waren ohne Strom, umgestürzte Bäume versperrten Straßen. Die schottische Bahngesellschaft ScotRail berichtete von „schweren Störungen“ im Zugverkehr. Am Flughafen Dublin wurden 70 Flüge gestrichen.

Alle Passagiere und Crewmitglieder des losgerissenen Kreuzfahrtschiffs in Schottland seien unversehrt, teilte die Gesellschaft Oceania auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Beinahe 500 Passagiere hätten sich an Land befunden, als die „Nautica“ am Nachmittag von ihrer Verankerung am Hafen von Greenock in der Nähe von Glasgow gerissen wurde. Die Passagiere würden so lange betreut, bis die Wetterverhältnisse wieder sicher seien und das Schiff sie wieder aufnehmen könne, hieß es in der Mitteilung.

Großbritannien, Troon: Eine Frau geht bei starkem Wind mit ihrem Hund spazieren.
Großbritannien, Troon: Eine Frau geht bei starkem Wind mit ihrem Hund spazieren.
Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Im Westen Irlands hatte starker Wind bereits am Morgen einen Wohnwagen über eine Klippe geweht - eine Frau in dem Caravan kam ums Leben. Wie die irische Polizei mitteilte, wurde die Leiche der Frau, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sein soll, unterhalb der mutmaßlichen Unglücksstelle am Strand entdeckt.

Auch in England wurde eine Frau schwer verletzt, als ein Baum auf ihr Auto in Crewe in der Grafschaft Cheshire stürzte.

Für Donnerstag sagte der britische Wetterdienst starken Regen für Nordengland und Wales voraus. Im Süden des Landes wird wieder heftiger Wind erwartet. Die Meteorologen warnten vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen.