Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Krebs und Ernährung: Mit Ingwer Übelkeit bekämpfen
Etwas frisch geriebener Ingwer kann Übelkeit vorbeugen.

Krebs und Ernährung: Mit Ingwer Übelkeit bekämpfen

gms
Etwas frisch geriebener Ingwer kann Übelkeit vorbeugen.
Panorama 2 Min. 12.10.2014

Krebs und Ernährung: Mit Ingwer Übelkeit bekämpfen

Nahrungsmittel haben einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden. Für Krebspatienten haben gesunde, ausgewogene und schmackhafte Mahlzeiten einen besonderen Stellenwert: Sie steigern nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch zur Genesung beitragen.

(jh) In der ersten Ausgabe der Vortragsreihe, die das CHL zum Thema Krebs für Patienten und deren Angehörige organisiert, stellt Ernährungsexpertin Vicky Kuffer die wichtigsten Grundlagen für Krebspatienten vor.

Viele Patienten hoffen, durch eine spezielle „Krebsdiät“ ihren Tumor besiegen zu können. Funktioniert das?

Nein. Eine spezielle Krebsdiät gibt es leider nicht. Es wird aber geraten, sich während einer Krebserkrankung besonders gesund zu ernähren, d.h. auf eine ausgewogene und variantenreiche Ernährung zu achten.

Inwiefern kann die Ernährung dennoch zur Genesung beitragen?

Zum einen fühlt man sich durch eine gesunde Ernährung natürlich besser, und zum anderen ist es sehr wichtig, dass es zu keiner Unterernährung kommt. Man muss darauf achten, dass genügend Kalorien und vor allem genügend Eiweiße zu sich genommen werden.

Warum sind Eiweiße so wichtig?

Proteine verhindern, dass der Körper an Muskelmasse verliert. Ein ohnehin geschwächter Körper braucht aber besonders viel Energie und dafür unbedingt ausreichend Muskelmasse. Proteine sind unter anderem in Fisch, Fleisch, Geflügel, Eiern, Milchprodukten und Hülsenfrüchten enthalten.

Inwiefern beeinflussen Behandlungsmethoden wie Chemotherapie oder Bestrahlung die Ernährung?

Die Behandlungen können unter Umständen Phasen von Appetitlosigkeit verursachen. Manche Patienten entwickeln auch eine Aversion gegen bestimmte Lebensmittel. Pilzinfektionen im Mund oder im Verdauungsapparat können ebenfalls eine Nebenwirkung von Medikamenten sein. All das wiederum erschwert die Nahrungsaufnahme. Man kann aber die Ernährung auf die ungünstigen Umstände hin anpassen.

Was können die Patienten gegen die Übelkeit und den damit verbundenen Appetitmangel während der Behandlung tun?

Es gibt verschiedene Tricks und Möglichkeiten. Einige Patienten essen am Tag der Chemotherapie wenig oder so gut wie nichts, um die Übelkeit zu umgehen. Wichtig ist aber, dass sie sich dann zwischen den Chemotherapien besonders ausreichend und ausgewogen ernähren, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Andere Patienten haben auch positive Erfahrungen mit Ingwer gemacht. Anscheinend verhindert ein halber Teelöffel roher Ingwer pro Tag, einige Tage vor der Chemotherapie eingenommen, die befürchtete Übelkeit.

Welche Rolle spielt die Psyche in Bezug auf Ernährung während einer Krebsbehandlung?

Es ist so, dass die Übelkeit dazu führen kann, dass der Patient eine lang anhaltende Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel entwickelt. Daher ist es ratsam, während der Behandlung möglichst neutrale Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Expertin Vicky Kuffer berät Krebspatienten.
Expertin Vicky Kuffer berät Krebspatienten.
Foto: Guy Jallay

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Integratives Konzept im Kriibszentrum des CHL
Um eine koordinierte und personalisierte Betreuung der Krebspatienten anzubieten, hat das Centre hospitalier de Luxembourg das Kriibszentrum geschaffen. Darüber hinaus beteiligt sich das CHL sehr aktiv an der Krebsforschung.
Ausbau der ZithaKlinik: 140 zusätzliche Krankenhausbetten
Die „Hôpitaux Robert Schuman“- Gruppe vervollständigt ihr Kompetenzzentrum zur Krebsbehandlung mit dem Ausbau der ZithaKlinik. Im „E-Bau“ soll in Zukunft Krebspatienten mit der bestmöglichen medizinischen Versorgung zur Genesung verholfen werden.
20.9.Zithaklinik / Straussfeier Ausbau rue Anvers / Foto:Guy Jallay
Mehr als nur müde: Krebs und „Fatigue“
Schlaf Dich einfach mal so richtig aus! So lautet der Standardratschlag an Menschen, die aus dem Gähnen einfach nicht mehr herauskommen wollen. Doch was, wenn sogar ein tiefer Schlaf von zehn Stunden nicht mehr zu einem Erholungswert führt?
Eine Mehrzahl der Krebspatienten leidet an Schlafstörungen.