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"Kleines Land mit großer Wirkung": "Die Welt" hat sich Luxemburg näher angeschaut
"Was ist ein Luxemburger?", fragt Désirée Nosbusch für "Die Welt"

"Kleines Land mit großer Wirkung": "Die Welt" hat sich Luxemburg näher angeschaut

Foto.Gerry Huberty
"Was ist ein Luxemburger?", fragt Désirée Nosbusch für "Die Welt"
Panorama 2 Min. 28.10.2015

"Kleines Land mit großer Wirkung": "Die Welt" hat sich Luxemburg näher angeschaut

Wenn eine deutsche Tageszeitung Luxemburg porträtiert, schreibt sie zunächst über die bekannten wirtschaftlichen Aushängeschilder des Landes und fragt danach die Schauspielerin Désirée Nosbusch, was denn eigentlich ein Luxemburger ist.

(mt) - Was ist eigentlich ein Luxemburger? Das fragt sich die Luxemburger Schauspielerin Désirée Nosbusch in einem Gastbeitrag in der Tageszeitung "Die Welt" und reicht einige mögliche Antworten nach: Ist er ein biederer Mustereuropäer oder ein polyglotter Provinzler? Ein kosmopolitischer Monarchist oder ein kaufkräftiger Kleinstaatler? Ein cleverer Idealist oder ein geschäftstüchtiger Pragmatiker? Der Luxemburger, das unbekannte Wesen. Auch Désirée Nosbusch hat keine Antwort, stellt aber fest, wie schnell man in Luxemburg bekannt wird: "Wer gestern noch  allseits beliebter Bürgermeister einer kleinen Gemeinde war, ist heute schon dienstältester Außenminister der Europäischen Union."

Kein europäisches Land ist zugleich derart oft in den Nachrichten und doch so unbekannt wie Luxemburg."Die Welt" hat daher ein ganzes "Sonderthema" zu Luxemburg zusammengestellt und darin einige Facetten des kleinen Landes aufgezeichnet. Es sind vor allem die bekannten Aushängeschilder des Landes.

Freeport, Cargolux, SES, Belval

So hat "Die Welt" einen Blick in den "Freeport" geworfen, wo Kunst, Oldtimer und edle Weine sicher gelagert werden, was aus diesem "Freeport" ein neues Juwel der Logistikwirtschaft macht. An der Cargolux mit ihren 22 Frachtjumbos kommt "Die Welt" in ihrem Länderporträt nicht vorbei, aber auch an der SES  mit ihren mehr als 50 geostationären Satelliten, die 312 Millionen Haushalte, darunter 154 Millionen in Europa, mit mehr als 6500 TV- und Radioprogrammen versorgen.

Durchaus interessant und auch für eine Luxemburger Leserschaft fast noch eine "terra incognita" ist der Bericht über das Städtebauprojekt Belval mit der aufkeimenden Uni Lëtzebuerg. "Belval ist Geschmacksache, mir gefällt es. Trotz der vielen Baustellen. Ich wohne in einer Wohngemeinschaft mit sechs Kommilitonen. Jeder hat ein separates Bad. Ich zahle 325 Euro Miete für 15 Quadratmeter. Bis zur Uni sind es nur zehn Minuten Fußweg", sagt ein deutscher Student in Psychologie, der sich für die Luxemburger Universität entschieden hat. "Die Welt" zählt die einstige Industriebrache Belval zu den ambitioniertesten Städtebauprojekten in Europa.