Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Katzenbesitzer und ihre Macken: Alles Mieze, oder was?
Überraschung! Laut einer US-Studie sind Katzenliebhaber cleverer als Hundefreunde.

Katzenbesitzer und ihre Macken: Alles Mieze, oder was?

Foto: Shutterstock
Überraschung! Laut einer US-Studie sind Katzenliebhaber cleverer als Hundefreunde.
Panorama 2 Min. 28.12.2016

Katzenbesitzer und ihre Macken: Alles Mieze, oder was?

Bevor sie sich ein Haustier zulegten, waren Katzenbesucher auf der Suche nach jemanden, der immer ein offenes Ohr hat und leicht fürs Kuscheln zu haben ist. Leider passt diese Beschreibung dann meist nicht nur auf das Tier, sondern auch auf Herrchen oder Frauchen.

von Inna Ganschow

Mein Leben ist geprägt von Katzen. Die Jahre, in denen ich ohne Katze auf dem Gesicht aufwachte, waren die, als ich studierte. Mein Mann ist ein ähnlich großer Katzenliebhaber und daher wachsen unsere Kinder auch in einer Familie auf, in der es süße Stubentiger gibt.

Aus diesem Kreislauf kann man kaum ausbrechen: Katzenbesitzer heiraten Katzenbesitzer und sie finden auch Freunde, die Katzen besitzen. Sogar von Facebook-Freunden – die eigentlich keine echten Freunde sind – wird man mit süßen Kätzchenbildern, -videos und -grafiken bombardiert.

Man ist tagein, tagaus von süßen Miezen umgeben: Tassen, T-Shirts und Kalender werden jedes Jahr zu Weihnachten nachgeliefert. Es gibt kein Entkommen vor dem nur bedingt kuschelbedürftigen Stubentiger. Die Katze ist nämlich vieles, nur nicht „lieb“. Sie ist egoistisch, introvertiert und intelligent. So wie seine Besitzer.

Schwierig und anspruchsvoll

US-amerikanische Wissenschaftler in Nevada haben Katzenbesitzer beobachtet und ihr Verhalten analysiert. Fazit: Wir sind anders. Verglichen mit Hundefreunden sind Katzenfans weniger sozial. Sie tendieren dazu, mehr zu lesen, und haben keine Schwierigkeiten, „Nein“ zu sagen. Die Hundebesitzer sind dagegen aktiv, gewissenhaft und kompromissbereit, dazu noch häufig gute Teamplayer.

Die meisten Menschen würden unabhängig davon, welches und ob sie überhaupt ein Haustier besitzen, lieber mit Hundebesitzern als mit Katzenbesitzern arbeiten.  Daher darf ich mich nicht über unsere seltsame Katze beschweren, denn ich bin ja offensichtlich auch nicht besser – mal abgesehen davon, dass nicht ich sie ausgewählt, sondern lediglich angeheiratet habe.

Man erkennt sich anscheinend in einem Haustier wieder und entscheidet sich je nach Persönlichkeit für oder gegen es. Ist man sozial aktiv und extrovertiert, wird man keine Probleme haben, alle sieben Stunden mit dem Hund rauszugehen und mit anderen Hundebesitzern in Kontakt zu treten. Will man anstelle von Gassigehen und anschließendem Reinigungsprogramm lieber mit einem Buch auf der Couch hocken oder ungestört durch das Netflix-Programm zappen, ist eine Katze wohl die bessere Wahl.

Und erscheint die Katze zu egoistisch, sollte man vielleicht mal in den Spiegel schauen und sich fragen, ob man als Frauchen oder Herrchen nicht auch selbst ein Egoist ist. Die Katze entscheidet, wo es langgeht. Will sie gestreichelt werden, darf man sie streicheln. Hat sie genug, vergräbt sie ihre Krallen in unserer ungeschützten Hand. Darin erkennen wir uns selbst wieder: Alle müssen nach unserer Pfeife tanzen.

Zum Schluss aber noch eine gute Nachricht für alle Katzen– und übrigens auch Hundefreunde: Haustierbesitzer gelten als bessere Liebhaber. Zudem sorgt es bei der digitalen Partnersuche für mehr Aufmerksamkeit, wenn man sein Haustier im Profil erwähnt. Vielleicht weil man, da man schon einen Vierbeiner als Mitbewohner hat, sich doch sicher viel schneller an einen anderen Zweibeiner gewöhnen kann.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Wenn Tierliebe Urlaub macht
Man kann sein Haustier gut und gerne mit in den Urlaub nehmen, denn genügend Möglichkeiten gibt es. Wer jedoch darauf verzichtet, sollte sich lange im Voraus Gedanken über eine Alternative machen, damit der Vierbeiner nicht im Tierasyl landet.
Im sogenannten "Katzenraum" in Gasperich sind derzeit 19 Katzen untergebracht.
Tierasyle überfüllt: Ein Katzenjammer
Die Tierasyle hierzulande platzen momentan aus allen Nähten. In diesem Jahr wurden bisher deutlich mehr Katzen abgegeben als gewöhnlich, und mehr als eigentlich aufgenommen werden können. Was wird aus Mausi, Pussi und Co.?
Erst vor kurzem wurde der Katzenbereich im Tierasyl Gasperich renoviert.