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Kater nach dem Sport: Wenn die Muskeln schmerzen
Panorama 16.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Kater nach dem Sport: Wenn die Muskeln schmerzen

Nach intensivem Training oder ungewohnten Bewegungen kann der Muskelkater in den Beinen so heftig sein, dass man kaum die Treppe runterkommt.

Kater nach dem Sport: Wenn die Muskeln schmerzen

Nach intensivem Training oder ungewohnten Bewegungen kann der Muskelkater in den Beinen so heftig sein, dass man kaum die Treppe runterkommt.
Foto: dpa
Panorama 16.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Kater nach dem Sport: Wenn die Muskeln schmerzen

Die meisten Menschen, die Sport treiben, kennen ihn: den Muskelkater. Er kann von leichten Schmerzen bis hin zum Verlust der Bewegungskontrolle reichen. Er ist jedoch unbedenklich und lässt sich leicht behandeln.

(dpa/ta) - Manchmal macht er sich nach besonders intensiven Läufen bemerkbar oder nach einer langen Bergwanderung, auch das Krafttraining im Fitnessstudio oder ein anstrengendes Volleyballspiel kann ihn auslösen: den Muskelkater. Er tritt auf, wenn bestimmte Muskelgruppen zu sehr beansprucht werden, sei es durch zu intensives Training oder durch ungewohnte Bewegungen.

Was beim Muskelkater im Körper genau passiert, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Die These, es handele sich um eine Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure, gilt längst als widerlegt. Stattdessen geht man heute von Mikrorissen in der Muskulatur aus.

Muskelkater ist harmlos

Aus medizinischer Sicht ist Muskelkater aber harmlos. Es handelt sich um eine leichte Form der Muskelverletzung, die keine dauerhaften Schäden verursacht, wie Behringer erklärt. Allerdings sei die betroffene Muskulatur in dieser Phase anfälliger für schwerere Verletzungen. Daher sollte man ihn nicht komplett ignorieren und genauso intensiv weitertrainieren. Das könnte nach hinten losgehen. Trozdem denken Experten es sei am besten den Muskelkater durch eine erneute Belastung, also weiteres leichtes Training zu behandeln. Sportmediziner sprichen von einem „Regenerationstraining“.

Auch Fitnesstrainer, die häufig mit Breitensportlern zu tun haben, setzen sich mit dem Muskelkater auseinander. Den Rat, sich vor dem Sport ausgiebig zu dehnen, geben sie ihren Schützlingen heutzutage aber nicht mehr. Es ist besser, sich vor dem Training aufzuwärmen.

Intensität langsam steigern

Aufwärmen heißt zum Beispiel: laufen oder auf der Stelle hüpfen, um den Kreislauf anzuregen und leicht zu schwitzen. Zudem raten Trainer dazu, sich auch sportartspezifisch vorzubereiten: Ein Fußballer sollte beim Aufwärmen mehr an die Beine denken, ein Handballer zudem etwas mit den Armen machen.

Die unter Bodybuildern kursierende Auffassung, dass es ohne Muskelkater keinen Trainingseffekt in Form eines Muskelwachstums gibt, ist falsch. Stattdessen empfiehlt es sich, die Intensität beim Sporttreiben langsam zu steigern und regelmäßig zu üben. Dann tritt Muskelkater eher selten auf. Man muss dem Körper Zeit geben, sich an die höhere Belastung anzupassen.


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