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Japanische Raumsonde „Hayabusa2“ landet auf Asteroiden Ryugu
Panorama 22.02.2019

Japanische Raumsonde „Hayabusa2“ landet auf Asteroiden Ryugu

Freude im Kontrollzentrum der japanischen Raumfahrtbehörde ISAS.

Japanische Raumsonde „Hayabusa2“ landet auf Asteroiden Ryugu

Freude im Kontrollzentrum der japanischen Raumfahrtbehörde ISAS.
Foto: AFP
Panorama 22.02.2019

Japanische Raumsonde „Hayabusa2“ landet auf Asteroiden Ryugu

Erleichterung im Kontrollzentrum der japanischen Raumfahrtbehörde: Der Raumsonde „Hayabusa2“ gelang die Landung auf einem fernen Asteroiden. Damit geht die spannende Mission, an der auch europäische Wissenschaftler beteiligt sind, erfolgreich in die nächste Phase.

(dpa) - Die japanische Raumsonde „Hayabusa2“ ist in rund 340 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Freitag bekannt. Die unbemannte Sonde soll Material von der Oberfläche einsammeln.

Die Sonde war am 3. Dezember 2014 im Tanegashima Space Center gestartet.
Die Sonde war am 3. Dezember 2014 im Tanegashima Space Center gestartet.
Foto: AFP

Zu diesem Zweck feuerte „Hayabusa2“ einen kleinen Sprengsatz ab, um einen künstlichen Krater zu formen. Dabei soll die Sonde Material von dem Asteroiden aufnehmen. Es werde jedoch noch einige Tage dauern, bis bestätigt werden könne, ob die ersten Proben wie geplant eingesammelt werden konnten. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen.

Ende nächsten Jahres soll die Sonde dann zur Erde zurückkehren. Ihr Vorgänger-Modell hatte bereits 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. „Hayabusa2“ startete im Dezember 2014 in Japan und erreichte nach fast vier Jahren im All Ende Juni vergangenen Jahres ihr Ziel. Ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelter Lander namens „Mascot“ war im Oktober auf Ryugu gelandet und hatte diesen Stunden lang erkundet - bis seine Batterie erlosch.

Die von „Mascot“ gesammelten Daten könnten wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unserer Erde und zur Abwehr von Asteroiden-Einschlägen liefern. Während „Mascot“ auf Ryugu bleibt, geht die Mission der Sonde „Hayabusa2“ nun weiter. Ryugu steht für den Unterwasserpalast eines Drachenkönigs aus der japanischen Überlieferung.

Die Sonde schickte vor der Landung Bilder vom Asteroiden.
Die Sonde schickte vor der Landung Bilder vom Asteroiden.
Foto: AFP



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