Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Israelische Archäologen entdecken 900 Jahre alten Goldohrring
Panorama 03.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Israelische Archäologen entdecken 900 Jahre alten Goldohrring

Ein mutmaßlich 900 Jahre alter Goldohrring, den israelische Archäologen in der Küstenstadt gefunden haben. Es handele sich um einen "seltenen und wichtigen Schatz", teilte die israelische Altertumsbehörde am 03.12.2018 mit.

Israelische Archäologen entdecken 900 Jahre alten Goldohrring

Ein mutmaßlich 900 Jahre alter Goldohrring, den israelische Archäologen in der Küstenstadt gefunden haben. Es handele sich um einen "seltenen und wichtigen Schatz", teilte die israelische Altertumsbehörde am 03.12.2018 mit.
Foto: Yaniv Berman/Caesarea Entwicklungsgesellschaft/dpa
Panorama 03.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Israelische Archäologen entdecken 900 Jahre alten Goldohrring

„Jemand hat sein Vermögen versteckt, in der Hoffnung es wiederzufinden, kam aber niemals zurück“, hieß es in einer Mitteilung. Neben dem Ohrring fanden die Forscher auch einige Goldmünzen aus dem 11. Jahrhundert.

(dpa) - Israelische Archäologen haben ein Bronzegefäß mit einem mutmaßlich rund 900 Jahre alten Goldohrring sowie Goldmünzen in der Küstenstadt Caesarea gefunden. Es handele sich um einen „seltenen und wichtigen Schatz“, teilte die israelische Altertumsbehörde am Montag mit. Die Münzen datierten auf das Ende des 11. Jahrhunderts. Dadurch sei es möglich, eine Verbindung zwischen dem Fund und der Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1101 zu ziehen.

„Jemand hat sein Vermögen versteckt, in der Hoffnung es wiederzufinden, kam aber niemals zurück“, hieß es in einer Mitteilung. Der Schatz habe sich zwischen zwei Steinen in einem Brunnen befunden. „Das Versteck ist ein stilles Zeugnis von einem der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte Caesareas - der gewaltsamen Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer.“

Ein Bronzegefäß mit mutmaßlich 900 Jahre alten Goldmünzen, die israelische Archäologen in der Küstenstadt gefunden haben.
Ein Bronzegefäß mit mutmaßlich 900 Jahre alten Goldmünzen, die israelische Archäologen in der Küstenstadt gefunden haben.
Foto: Yaniv Berman/dpa

Sechs der gefundenen 24 Münzen seien extrem seltene kaiserlich-byzantinische Goldmünzen gewesen. Fünf davon seien mit einer Einbuchtung versehen und gehörten zu der Herrschaft des byzantinischen Kaisers Michael VII. Dukas (1071-1079). „Diese Münzen wurden nicht lokal verwendet, und sie verweisen auf Kontakte, mögliche Geschäftsbeziehungen zwischen Caesarea und Konstantinopel zu dieser Zeit“, sagte Robert Kool, Münzenexperte der Altertumsbehörde.


Leda und der Schwan: Das Fresko wurde am vergangenen Freitag in Pompeji entdeckt.
Sex mit Zeus als Schwan: Archäologen legen Fresko in Pompeji frei
Der Göttervater Zeus, der sich in einen Schwan verwandelt und so die Königstochter Leda verführt: In der Antike ein beliebtes Motiv. Auch in Pompeji ließen sich Bürger die Szene an die Wand malen, wie neue Funde in der römischen Ruinenstadt beweisen.

Caesarea ist eine der wichtigsten historischen Stätten Israels. Sie liegt zwischen Tel Aviv und Haifa. Der römische König Herodes errichtete dort einen der größten Seehäfen des römischen Reichs. Die Metropole Caesarea - benannt zu Ehren der römischen Kaiser - war damals ein international bedeutendes Handelszentrum.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Niemand weiß, wer er ist, woran er gestorben ist und weshalb er außerhalb des Friedhofs in Steinsel bestattet wurde. Die Archäologen versuchen nun, diese Fragen zu beantworten.
Die Fundstelle wurde von Archäologen vermessen.