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Iron Maiden mustern Jumbo "Ed Force One" aus
Panorama 1 31.08.2021
Boeing 747

Iron Maiden mustern Jumbo "Ed Force One" aus

Die private Boeing 747 "Ed Force One" der britischen Heavy-Metal-Band Iron Maiden, geflogen von Leadsänger Bruce Dickinson, auf dem Flughafen Schiphol.
Boeing 747

Iron Maiden mustern Jumbo "Ed Force One" aus

Die private Boeing 747 "Ed Force One" der britischen Heavy-Metal-Band Iron Maiden, geflogen von Leadsänger Bruce Dickinson, auf dem Flughafen Schiphol.
Foto: Jerry Lampen/ANP/dpa
Panorama 1 31.08.2021
Boeing 747

Iron Maiden mustern Jumbo "Ed Force One" aus

Der Privatjet der legendären Heavy-Metal-Band war gutes Marketing und Hilfe bei der Logistik in einem. Damit ist jetzt Schluss.

(dpa/tom) - Aus der Traum vom Fliegen, und das schon seit fünf Jahren: Die legendäre britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden trennt sich von ihrer Boeing 747. Sänger und Pilot Bruce Dickinson erklärte in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“, dass der Jumbo bereits 2016 stillgelegt wurde - nach einem Unfall in Chile, bei dem die Maschine schwer beschädigt worden war. 


Ohne Konkurrenz - und ohne roten Faden
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Iron Maiden waren auf ihrer „Book of Souls“-Tour 2015 mit der 2003 gebauten Boeing 747 namens „Ed Force One“ unterwegs gewesen, benannt in Anlehnung an das Bandmaskottchen „Eddie“ und die US-Präsidentenmaschine „Air Force One“. Dickinson durfte als ausgebildeter Pilot das Flugzeug selbst steuern und flog Band, Crew und Material von einem Auftrittsort zum Nächsten. Das ganze war ein brillanter Marketing Gag, nicht nur mit dem eigens produzierten Dokumentarfilm „Flight 666“ erregte die Band Aufsehen. 

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Mit einem viralen Schnappschuss wurde „Ed Force One“ auch Nicht-Heavy-Metal-Fans bekannt: Im Juni 2016 ging ein Foto um die Welt. das die 747 am Flughafen Zürich neben den Regierungsmaschinen von Angela Merkel und Francois Hollande zeigte - die „Ed Force One“ beide um Längen überragte. 

Doch schon kurz später setzte eine Kollision der Karriere des Metal-Fliegers ein jähes Ende: In Santiago de Chile stieß „Ed Force One“ mit einem Flughafentransporter zusammen, zwei Triebwerke wurden schwer beschädigt.


Ed Force One, the aeroplane of British heavy metal band Iron Maiden, is seen parked with its engines damaged after being hit by a tractor at the Santiago International Airport, March 12, 2016. REUTERS/Ivan Alvarado
Iron-Maiden-Jumbo mit Luxemburger Hilfe repariert
Zwei neue Triebwerke brauchte die 747 der Heavy-Metal-Band Iron Maiden nach einem Schlepper-Unfall in Chile. Cargolux brachte die Ersatzteile nach Südamerika.

Zwar konnte der Flieger - auch dank schneller Hilfe aus Luxemburg - zügig wieder flott gemacht werden, dennoch entschied sich die Band gegen einen Weiterbetrieb des Jumbos, aus drei Gründen: „Weil er beschädigt war, wegen der Umwelt und auch, weil es unpraktisch ist, immer ein Flugzeug an der Backe zu haben“, so Bruce Dickinson im Interview. „Du brauchst keinen Jumbo, um von Paris nach Zürich zu fliegen.“ Damals, so der mittlerweile 63-jährige, sei es zeitlich teilweise nicht anders gegangen als mit dem Flugzeug. „Aber nun ist 'Ed Force One' Geschichte.“


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Iron Maiden - Rockhal - 02.08.2016 © claude piscitelli
Das Flugzeug der Heavy-Metal-Band Iron Maiden ist bei einem Unfall schwer beschädigt worden. Die Boeing wird von Sänger Bruce Dickinson meist selbst geflogen.
Ed Force One, the aeroplane of British heavy metal band Iron Maiden, is seen parked with its engines damaged after being hit with by a tractor at the Santiago International Airport, March 12, 2016. REUTERS/Ivan Alvarado