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Innovation aus Luxemburg: Moderner Lebensretter
Panorama 06.09.2014

Innovation aus Luxemburg: Moderner Lebensretter

Hinter den viereckigen Pixeln der QR-Codes können beliebige Informationen stecken.

Innovation aus Luxemburg: Moderner Lebensretter

Hinter den viereckigen Pixeln der QR-Codes können beliebige Informationen stecken.
dpa-tmn
Panorama 06.09.2014

Innovation aus Luxemburg: Moderner Lebensretter

Mit einem personalisiertem QR-Code können Sie im Notfall Schlimmeres verhindern. Hinter der nützlichen Idee steckt ein 18-jähriger Luxemburger.

(nr) - Stellen Sie sich vor, Sie sind kritisch verunglückt und nicht mehr ansprechbar. Die Rettungssanitäter sind zwar da, aber welche Blutgruppe Sie haben, ob Sie auf ein bestimmtes Medikament allergisch reagieren oder unter relevanten Krankheiten leiden, weiß auf Anhieb keiner. Bis solche Details geklärt sind, geht in der Regel sehr viel wertvolle Zeit verloren. Minuten, die unter Umständen über Leben und Tod entscheiden können.

Mobile Patientenakte

Doch ein kleines, quadratisches Schwarz-Weiß-Muster, ein sogenannter QR-Code, kann dies ändern. Der 18-jährige Luxemburger Loïc Beurlet, hat QR-Help entwickelt: ein System, bei dem jeder Kunde seine persönliche Patientenakte (sicher verschlüsselt) auf einem Server speichern und regelmäßig aktualisieren kann. Diese ist daraufhin weltweit und jederzeit per QR-Code abrufbar. Wird der QR-Code – eine Kurzform für „Quick Response“, also „schnelle Antwort“ – via Smartphone oder Tablet eingescannt, werden unmittelbar alle verfügbaren medizinischen Informationen auf dem Bildschirm angezeigt. Darunter der Name des behandelnden Arztes, die Blutgruppe, bestehende Krankheiten und Allergien, eine Auflistung aller derzeit eingenommenen Medikamente, sowie die Kontaktdaten zu alarmierender Personen.

Wer ein Jahresabonnement in Höhe von 35 Euro abschließt – das entspricht neun Cent pro Tag -, erhält sechs QR-Code-Aufkleber, die man auf einem persönlichen Gegenstand wie dem Personalausweis anbringen kann. Gegen einen kleinen Aufpreis sind aber auch Schlüsselanhänger und verschiedenfarbige Ketten mit Medaillon verfügbar.

Mehr als Spielerei

Loïc Beurlets Idee mit dem QR-Code für medizinische Notfälle kam dem technikbegeisterten Schüler des Atert-Lycée Redange und seinem Vater, der sich um die administrativen und rechtlichen Angelegenheiten von QR-Help kümmert, allerdings nicht ganz uneigennützig: Der Schüler leidet unter Hämophilie, einer Störung der Blutgerinnung, und ist somit selbst im Notfall auf besonders schnelle Hilfe angewiesen.

Weitere Informationen und Bestellungen unter www.qr-help.com.

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