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„Ich fühle mich geehrt“
Panorama 2 Min. 24.03.2016 Aus unserem online-Archiv
„Advanced Grant“ für Forscher der Universität Luxemburg

„Ich fühle mich geehrt“

Prof. Dr. Lionel Briand wurde mit dem „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet.
„Advanced Grant“ für Forscher der Universität Luxemburg

„Ich fühle mich geehrt“

Prof. Dr. Lionel Briand wurde mit dem „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet.
(FOTO: (C) SCIENCERELATIONS / SNT)
Panorama 2 Min. 24.03.2016 Aus unserem online-Archiv
„Advanced Grant“ für Forscher der Universität Luxemburg

„Ich fühle mich geehrt“

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Für seine Arbeit wurde Prof. Dr. Lionel Briand, „FNR PEARL Chair“ und Vizedirektor des Forschungszentrums SnT mit der bedeutendsten Förderung des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet.

Prof. Dr. Lionel Briand, „FNR PEARL Chair“ und Vizedirektor des Forschungszentrums SnT (Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust) an der Universität Luxemburg, wurde als erster Luxemburger Forscher mit dem renommierten „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) für seine Forschung im Bereich ‚Softwaresicherheit und –zuverlässigkeit’ ausgezeichnet. Der „ERC Advanced Grant“ ist die prestigeträchtigste Forschungsförderung der Europäischen Union.

Briand werden über die nächsten fünf Jahre etwa 2,3 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung gestellt. Die Förderung steht in einer Serie jüngster Erfolge bei der Einwerbung von Forschungsgeldern an der Universität Luxemburg. Zuletzt wurden zwei weitere Wissenschaftler der Universität Luxemburg mit Förderungen des Europäischen Forschungsrats bedacht, dem sogenannten „ERC Consolidator Grant“. Professor Briands nun anlaufendes Forschungsprogramm „Testing the untestable (TUNE)“, fokussiert auf verbesserte Testverfahren für hochkomplexe, softwarebasierte Systeme, deren einwandfreie Funktionsweisen von größter Bedeutung sind.

Solche Systeme werden beispielsweise in Form von Assistenzsystemen in Flugzeugen und Fahrzeugen verbaut, aber auch Banken und Atomkraftwerke nutzen Softwaresysteme deren potenzielles Versagen große Risiken beinhaltet. Die Verlässlichkeit dieser Systeme muss vor dem Einsatz intensiv getestet werden, um Risiken zu minimieren.

Neuartige Testmethoden

Um die Tests intensiver und zuverlässiger durchführen zu können, werden automatisierte Verfahren, die die Modellierung der Systeme und die Nutzung künstlicher Intelligenz beinhalten, bevorzugt.

Neueste Systeme sind aber oft so komplex, dass sie auch modernste automatisierte Testverfahren überfordern. Hier setzt Briands aktuelles Forschungsprojekt an, das die Zuverlässigkeit und Sicherheit derart komplexer Systeme durch neuartige Testmethoden zeit- und kostenschonend erhöhen will.

„Ich fühle mich geehrt, eine derartige Auszeichnung zu empfangen. Ich habe mich zum ersten Mal um einen ,ERC Grant' beworben und es hat sofort geklappt. Das ist ein Privileg“, freut sich Lionel Briand. „Dass so etwas möglich ist, liegt am besonderen Engagement von SnT und FNR (Fonds National de la Recherche), die mich vor vier Jahren nach Luxemburg geholt haben und seitdem unterstützen – und natürlich auch an meinem großartigen Team am ,Software Verification and Validation Laboratory'", ergänzt der Wissenschaftler.

Briand will sein Forschungsprogramm auch zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie in Luxemburg und Europa nutzen, damit noch mehr Forschung in die Anwendung gelangt. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Forschungsförderung beispielhaft die ,Public-Privat-Partnerships' in der Forschung unterstützt, denn diese Form der Zusammenarbeit muss nicht zuletzt in Luxemburg noch stärker entwickelt werden“, erklärt Briand.

„Diese ERC Forschungsförderung belegt die Fähigkeit des SnT, herausragende universitäre Forschung mit höchster Relevanz für die Industrie zu kombinieren. Obwohl die Universität Luxemburg sehr klein ist, gelingt es ihr, durch kluge Fokussierung auf strategisch wichtige Forschungsthemen international angesehene Forschungsergebnisse zu erzielen“, sagt Prof. Dr. Björn Ottersten, Direktor des SnT der Universität.

Ein Beitrag der Universität Luxemburg


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