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"Ich erwarte den Pass Anfang April": Stéphane Bern wird Luxemburger
Panorama 12.02.2017

"Ich erwarte den Pass Anfang April": Stéphane Bern wird Luxemburger

Er ist in Adelspalästen zuhause und war der erste Journalist, der Großherzog Jean und Großherzogin Joséphine-Charlotte interviewen durfte.

"Ich erwarte den Pass Anfang April": Stéphane Bern wird Luxemburger

Er ist in Adelspalästen zuhause und war der erste Journalist, der Großherzog Jean und Großherzogin Joséphine-Charlotte interviewen durfte.
Foto: LW-Archiv
Panorama 12.02.2017

"Ich erwarte den Pass Anfang April": Stéphane Bern wird Luxemburger

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Der französische Fernsehmoderator und Adelsexperte Stéphane Bern hat bereits ein Wohnhaus in Luxemburg, bald kommt noch ein Luxemburger Pass dazu. Er profitiert von der vereinfachten Naturalisierung.

(AFP/vb) – Der französische Fernsehmoderator und Adelsexperte Stéphane Bern wird Luxemburger. „Ich erwarte meinen Luxemburger Pass am 1. April“, sagte Bern gegenüber einem AFP-Journalisten.

Im Herzen sei er schon lange Luxemburger, nun werde er es auch auf dem Papier, meint der TV-Moderator. Seine französische Staatsangehörigkeit behält er trotzdem, doch er profitiert von dem neuen Nationalitätengesetz, das die Naturalisierung vereinfacht.

„Ich fühle mich mit Frankreich verbunden, wo ich arbeite und Steuern bezahle. Aber mein Herz gehört Luxemburg, dort stamme ich her“, sagt Stéphane Bern im Gespräch mit AFP.

Im Alter von 53 Jahren ist er frischgebackener Besitzer eines Hauses, ganz in der Nähe von Xavier Bettels Wohnhauses. Bettel selbst hat ihm diese Investition empfohlen.

Stéphane Bern verbrachte seine Kindheit in Paris und wurde streng erzogen. Die regelmäßigen Besuchen der Großmutter, die in Belair wohnte, empfand er entspannend.

Er gesteht: „Ich liebe Luxemburg und ich schaue das Land mit den Augen eines Exilanten an, als jemand der das Land verlassen hat und für schöne Momente zurückkommt.“

In Zukunft will Stéphane Bern daran arbeiten, das Image von Luxemburg bei den Franzosen zu verändern. Er bedauert, dass in Frankreich kaum jemand das Schicksal der 80 000 Grengzänger aus Lothringen nach Luxemburg beachte. Bern beklagt: „In der Großregion danken die Menschen Luxemburg. In Paris will man das überhaupt nicht sehen.“


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