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Howard Carpendale: „2020 war das beschissenste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg“
Panorama 2 14.01.2021

Howard Carpendale: „2020 war das beschissenste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg“

Bis heute ein echter Bühnenprofi: Schlagersänger Howard Carpendale feiert seinen 75. Geburtstag.

Howard Carpendale: „2020 war das beschissenste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg“

Bis heute ein echter Bühnenprofi: Schlagersänger Howard Carpendale feiert seinen 75. Geburtstag.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Panorama 2 14.01.2021

Howard Carpendale: „2020 war das beschissenste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg“

Schlagerstar Howard Carpendale feiert am 14. Januar seinen 75. Geburtstag. Er blickt mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr zurück. Optimistisch stimmt ihn immerhin das umweltpolitische Engagement vieler junger Leute.

(dpa) - Schlagersänger Howard Carpendale treiben vor seinem 75. Geburtstag am 14. Januar andere Dinge als sein Ehrentag um. Natürlich Corona – aber auch das Miteinander und die sich zuspitzende Klimakatastrophe. 

Howard Carpendale, wie fällt Ihr Rückblick auf das Jahr 2020 aus?

Ehrlich gesagt: Das vergangene Jahr war – mit Verlaub – das beschissenste seit dem Zweiten Weltkrieg. Das liegt zu einem guten Teil an diesem verfluchten Virus, aber nicht nur.

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Was hat Ihnen sonst noch nicht gefallen?

So manches. Beispielsweise diese Fake-News-Mentalität. Viele Medien gehen heute viel salopper mit der Wahrheit um. Sie spitzen lieber zu, übertreiben und schreiben Blödsinn. Wir sollten wieder zu mehr Niveau finden und wieder mehr bei der Wahrheit bleiben. Dieser unsägliche amerikanische Ex-Präsident hat bei dieser Entwicklung natürlich seinen Beitrag geleistet. Aber diese neue Rücksichtslosigkeit betrifft jeden einzelnen von uns. Man muss ja nur mal eine längere Autobahnfahrt machen, da merkt man schnell: Wir sind einfach nicht mehr nett zueinander. Das müssen wir wieder lernen.


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Was stimmt Sie trotzdem zuversichtlich?

Die jungen Menschen, die für eine vernünftigere Klimapolitik auf die Straße gehen. Das finde ich toll. Und ich hoffe, dass sie die Energie haben, über einen längeren Zeitraum durchzuhalten. Corona hat das Problem der Klimakrise momentan in den Hintergrund gedrängt - doch letzten Endes ist es die viel größere Katastrophe für die Menschheit. Dass wir jetzt einen amerikanischen Präsidenten haben, der diesem Thema wieder Gehör schenken will, stimmt mich optimistisch.

Sie sind jetzt 75 Jahre alt. Hat Sie dieses reife Alter zugänglicher, vielleicht auch weicher gemacht?

Ja, unbedingt. Ich kann heute viel eher in das Leben hineinleben. Ich weiß, wo ich herkomme, wer ich bin, was ich kann und was ich nicht kann. Das macht schon viel gelassener. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich keinesfalls nach 75 fühle. Schon eher nach 60 ... oder auch mal nach 45. Ich habe jedenfalls noch eine ganze Menge vor.

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