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Herzschwäche: Das schleichende Syndrom
Panorama 27.10.2017

Herzschwäche: Das schleichende Syndrom

Wird die Herzschwäche rechtzeitig erkannt, kann man das sehr gut behandeln.

Herzschwäche: Das schleichende Syndrom

Wird die Herzschwäche rechtzeitig erkannt, kann man das sehr gut behandeln.
Foto: Shutterstock
Panorama 27.10.2017

Herzschwäche: Das schleichende Syndrom

Eine Herzschwäche entsteht häufig unbemerkt als Folge anderer Erkrankungen. Sie kann aber lebensgefährlich werden. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind deshalb wichtig - auch wenn die Symptome nicht so eindeutig sind.

(dpa) - Eigentlich war man doch ganz fit, aber seit einiger Zeit kommt man immer schnell aus der Puste. Das Herz rast, selbst wenn der Sprint zum Bus nur ein paar Sekunden dauert. Wer solche Symptome bei sich bemerkt, sollte sein Herz überprüfen lassen. Dahinter kann eine Herzschwäche stecken, die möglichst früh umfassend behandelt werden sollte.

Herzschwäche, das verbinden die meisten mit alten Leuten, deren Pumpe ein wenig nachgelassen hat. Kardiologen bezeichnen damit aber ein Syndrom, das als Folge anderer Herzerkrankungen entstehen kann.

Bluthochdruck zum Beispiel kann dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr elastisch genug ist, um genügend Blut aufzunehmen. Auch wer schon mal einen Herzinfarkt hatte, kann später eine Herzschwäche entwickeln. Solche Patienten müssen unbedingt regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen.

Herzschwäche früh genug erkennen

Bei Menschen mit Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe mit ausreichend Blut zu versorgen. Normalerweise pumpt es fünf bis sechs Liter Blut in Ruhe und bis zu 15 Liter bei Belastung durch den Körper. Bei Patienten mit Herzschwäche sind es manchmal nur noch 2,5 Liter. Das kann lebensgefährlich werden - etwa wenn das Gehirn nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird.

Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, desto besser: Heilen lässt sich das nicht, aber man kann zum Beispiel die Ursache beheben. Manchmal steckt ein verengtes Herzkranzgefäß dahinter, bei anderen Patienten eine Herzklappenerkrankung. Ist das Problem gelöst, kann auch das Herz wieder besser arbeiten, und ein weiterer Abbau wird gestoppt.

Auch Medikamente können dem Herz zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen. Zudem raten Ärzte Betroffenen, unter Anleitung eines Arztes Sport zu treiben. Denn heute weiß man: Je mehr es geschont wird, desto mehr baut es ab. Genau das gilt es zu verhindern.


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