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Herz und Schmerz im digitalen Raum
Präsentierten die "Love Stories 4.0"-Kampagne: Jutta Gansemer (AFP-Solidarité Famille), Debora Plein (Bee Secure), Georges Metz (Service National de la Jeunesse) und Barbara Gorges-Wagner (Kanner-Jugendtelefon) (v.l.n.r.).

Herz und Schmerz im digitalen Raum

Foto: Pierre Matgé
Präsentierten die "Love Stories 4.0"-Kampagne: Jutta Gansemer (AFP-Solidarité Famille), Debora Plein (Bee Secure), Georges Metz (Service National de la Jeunesse) und Barbara Gorges-Wagner (Kanner-Jugendtelefon) (v.l.n.r.).
Panorama 2 Min. 27.09.2018

Herz und Schmerz im digitalen Raum

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Bee Secure lanciert eine neue Kampagne zu den Auswirkungen des Internets auf Beziehungen.

Das Smartphone erfüllt heutzutage eine Fülle von Funktionen. Es ersetzt Telefon, Computer und TV-Gerät und ist für viele – vor allem für die Millennials – das wichtigste Kommunikationsmittel überhaupt. Per Textnachrichten und Apps lassen sich Beziehungen und Freundschaften auch über lange Distanzen pflegen. Doch ganz unproblematisch läuft das nicht immer ab: Missverständnisse und verschiedene Erwartungshaltungen sorgen für allerhand Kommunikationsprobleme. Extremfälle – Sexting (das Versenden von Bildern und Videos erotischen Inhalts) und Sextorsion (sexuelle Erpressung) – sind selbst im Großherzogtum heute keine Seltenheit.

Hinweis auf Risiken

Die Initiative Bee Seecure will daher gemeinsam mit mehreren Partnern – darunter der Service National de la Jeunesse, das Kanner-Jugendtelefon und die Vereinigung AFP-Solidarité-Famille – mit der neuen Kampagne „Love Stories 4.0 – Quelle est ton histoire?“ auf die verschiedenen Risiken hinweisen, die durch die Kommunikation auf digitalem Wege entstehen können.

Mit den Folgen des digitalen Wandels werden die Hilfsorganisationen bereits heute häufig konfrontiert. „Meistens rufen die Menschen bei uns an, wenn Beziehungen aus dem Ruder geraten sind“, erklärt Barbara Gorges-Wagner vom Kanner-Jugendtelefon. „Häufig spielt da auch das digitale Miteinander eine große Rolle.“ Extremer seien natürlich noch Themen wie etwa Sexting. Was passiert etwa mit Fotos, die ein junges Mädchen an ihren Freund bei Instagram oder Snapchat versendet. Insgesamt herrsche noch hoher Aufklärungsbedarf. Und eines müsse man immer beachten: „Das Internet vergisst nichts“, warnt Barbara Gorges-Wagner.

Grafik: Bee Secure

Ab November dieses Jahres werden im Zweimonatsrhythmus auf bee-secure.lu bis kommenden Sommer immer neue Aspekte aus diesem Themenbereich aufgegriffen. Gezielt soll natürlich auch in den Schulen und bei einer Vielzahl von Events auf die Kampagne hingewiesen werden. Daneben, erklärt Debora Plein von Bee Secure, versuche man, mit den Vloggern von RTL You die medienaffine Generation gezielt zu erreichen.

Angebote für Senioren

Ansprechen soll die Kampagne rund um die Liebe im digitalen Zeitalter auch Erwachsene und vor allem Senioren, denen oftmals noch die Erfahrung im Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln fehlt. Für diese werden, so die Initiatoren, gezielt Schulungen angeboten. Weitere Informationen dazu folgen demnächst auf den Plattformen www.bee-secure.lu und www.silversurfer.lu.


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