Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Gruppendruck im Netz widerstehen
Panorama 17.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Nicht auf Diskussionen einlassen

Gruppendruck im Netz widerstehen

Soziale Netzwerke sind praktisch, um sich mit Freunden auszutauschen - es kann aber ein gefährlicher Gruppendruck entstehen, wenn es um heikle Themen wie Essstörungen geht.
Nicht auf Diskussionen einlassen

Gruppendruck im Netz widerstehen

Soziale Netzwerke sind praktisch, um sich mit Freunden auszutauschen - es kann aber ein gefährlicher Gruppendruck entstehen, wenn es um heikle Themen wie Essstörungen geht.
dpa-tmn
Panorama 17.05.2015 Aus unserem online-Archiv
Nicht auf Diskussionen einlassen

Gruppendruck im Netz widerstehen

Wenn die Freunde auf Facebook davon erzählen, dass sie magersüchtig sind oder sich selbst verletzen, sind Jugendliche schnell verunsichert. Wie sollen sie darauf reagieren?

(dpa/tmn) - Im Internet können Jugendliche sich einfach und schnell austauschen. Manchmal ist das toll - zum Beispiel, wenn man mit Gleichgesinnten über Probleme sprechen kann. Manchmal nimmt der Austausch aber auch gefährliche Formen an: Das gilt zum Beispiel, wenn sich Freunde gegenseitig mit Fotos etwa zum starken Abnehmen oder Ritzen animieren. Damit man sich davon nicht unter Druck setzen lässt, mitmachen zu müssen, sollte man sich Experten zufolge im ersten Schritt klarmachen: „Man schadet damit sich selbst."

Dann besteht eine Strategie darin, sich in sozialen Netzwerken einfach gar nicht an solchen Themen zu beteiligen, also still zu sein und nicht zu kommentieren. Wer dann etwa auch im realen Leben auf dem Schulhof gefragt wird, warum er nicht mitmacht, sollte sich nicht auf eine Diskussion einlassen. Mit Antworten wie „Ich finde, das ist ein ernstes Thema“, „Ich habe das Problem nicht“, „Es ist mir egal“ oder „Ich finde das einfach blöd“ kann man das Gespräch schnell beenden. Deshalb wird man nicht seine Freunde verlieren.

Wer sich über einen Freund Sorgen macht, weil er zum Beispiel Selbstmordgedanken äußert, hat mehrere Möglichkeiten: Er kann sich zunächst mit anderen Freunden oder mit den Eltern besprechen. Anonyme Hilfe gibt es etwa beim Kinder- und Jugendtelefon (116 111).


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Das iPad vom Papa, das Smartphone von Mama – oder ist es sogar das eigene? Kinder sammeln ihre ersten Erfahrungen im Internet immer früher. Was Debora Plein von der Beratungsstelle Bee Secure dazu sagt.
Absolute Sicherheit gibt es nicht, sagt Debora Plein von Bee Secure. Die Möglichkeit, das Internet zu einem sichereren Ort zu machen, aber schon. Genau dafür setzt sich die Initiative ein – und ist dabei sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Eltern und Lehrer ein Ansprechpartner.
Das Internet ist keine Parallelwelt. Mobbing im Internet ist auch im echten Leben verletzend. Eine App soll zeigen, was unternommen werden kann. Ein Panda soll stattdessen dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Hassreden im Internet kommt.
Der Panda ist das diesjährige Maskottchen der Kampagne.
Datenschutz für Jugendliche
Sexting ist kein neues Phänomen. Dabei handelt es sich um intime Fotos oder Videos, die Teenager von sich machen und die später im Internet landen.
Der Austausch von Nacktfotos über soziale Netzwerke und Handys kann ernsthafte Konsequenzen haben.