In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollten besonders viele Sternschnuppen zu sehen sein. Doch ein bedeckter Himmel vermieste das Spektakel.
(mk) - Sterngucker freuen sich auf den August. Dann kreuzt die Erde die Bahn von Komet 109P/Swift-Tuttle. Für den Betrachter auf der Erde ist dies der Moment für ganz großes Kino am Firmament, denn die kleinen Trümmerteile verglühen beim Eintreten in die Erdatmosphäre und hauchen ihr Leben in einem letzten Aufleuchten aus.
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Aufnahmen aus der Nähe von Sarajevo (Bosnien und Herzegovina).
Foto: Reuters
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Aufnahmen aus der Nähe von Sarajevo (Bosnien und Herzegovina). Foto: Reuters
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Aufnahmen aus der Nähe von Sarajevo (Bosnien und Herzegovina). Foto: Reuters
Aufnahmen aus der Nähe von Sarajevo (Bosnien und Herzegovina). Foto: Reuters
Mitte August ist dieser Sternschnuppenregen am stärksten. In diesem Jahr hatten die Astronomen eine "ganz hervorragende Perseiden-Show" versprochen, besonders in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. In Luxemburg vermieste allerdings ein bedeckter Himmel das Spektakel.
Doch auch noch in den kommenden Nächten sollen Hunderte der meist millimeterkleinen Gesteinsbrocken mit 216 000 Kilometer pro Stunde in die Erdatmosphäre eintauchen und dort in einer Höhe zwischen 80 und 300 Kilometern durch die bei der Reibung entstandene Hitze verglühen.
Das Naturereignis ist unter dem Namen "Perseiden" bekannt, weil die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen. Komet Swift-Tuttle verliert in Sonnennähe bei jedem Umlauf einen Teil seiner Materie. Die Überreste verteilen sich entlang seiner Bahn.
Die Zahl der Sternschnuppen ist nicht in jedem Jahr gleich. Laut den Experten von www.leoniden.net beeinflusst die Schwerkraft des Planeten Jupiter die Bahnen der Meteoroide und verschiebt diese alle zwölf Jahre in Richtung der Erdbahn. Zudem kommt Swift-Tuttle nur rund alle 134 Jahre der Umlaufbahn der Erde besonders nahe. Zuletzt war dies 1992 der Fall. Das nächste Mal wird erst 2126 sein.
Sternschnuppenschauer gibt es das ganze Jahr über. Neben den Perseiden Mitte August zählen die Leoniden, die Mitte kommender Woche stattfinden werden, zu den bekanntesten. Lange Zeit galten sie jedoch als mysteriöses Phänomen, da ihre Intensität von Jahr zu Jahr verschieden war.
Zahlreiche Sternschnuppen werden in der Nacht auf Donnerstag erwartet. Die Amateurastronomen und die "Frënn vum natur musée" haben die öffentlichen Observation am Mittwochabend offiziell bestätigt.
Durchmachen könnte sich lohnen: In der Nacht zum Donnerstag erreicht ein Meteorschauer seinen Höhepunkt. Ob und wie viele Sternschnuppen Beobachter tatsächlich sehen, hängt aber von vielen Faktoren ab.
Wenn sich ein dicker Brocken aus dem All der Erde nähert, kann es gefährlich werden. Beim Asteroiden „2004 BL86“ bleiben die Experten entspannt. Mit einem kleinen Teleskop lässt sich der Koloss beobachten.
So dicht wie nie zuvor in der Geschichte der Astronomie ist ein vorhergesagter Himmelskörper an der Erde vorbeigerast. Die 27 800 Kilometer Abstand am erdnächsten Punkt waren fast so etwas wie ein kosmischer Streifschuss.
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