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Grippe: Hohes Risiko für ungeimpfte Säuglinge
Panorama 04.12.2014 Aus unserem online-Archiv

Grippe: Hohes Risiko für ungeimpfte Säuglinge

Das Grippe-Virus ist für Säuglinge, die bereits an einer chronischen Krankheit leiden, besonders gefährlich.

Grippe: Hohes Risiko für ungeimpfte Säuglinge

Das Grippe-Virus ist für Säuglinge, die bereits an einer chronischen Krankheit leiden, besonders gefährlich.
Aka / pixelio.de
Panorama 04.12.2014 Aus unserem online-Archiv

Grippe: Hohes Risiko für ungeimpfte Säuglinge

Säuglinge haben das größte Risiko, bei einer Grippe-Infektion schwere Komplikationen zu entwickeln. Das zeigt eine aktuelle amerikanische Untersuchung an über 2 000 Säuglingen und Kleinkindern.

(mp) - Säuglinge haben das größte Risiko, bei einer Grippe-Infektion schwere Komplikationen zu entwickeln. Das zeigt eine aktuelle amerikanische Untersuchung an über 2 000 Säuglingen und Kleinkindern. Dieses Risiko ist noch einmal um ein Mehrfaches höher, wenn das Kind unter einer chronischen Krankheit leidet, die Familie arm ist, in der Familie mehrere Angehörige rauchen und nur wenige Mitglieder der Familie gegen Grippe geimpft sind.

Wenn ein Säugling oder ein Kleinkind eine chronische Grunderkrankung hat, sollten sich alle Familienmitglieder gegen Grippe impfen lassen. Der beste Schutz sei aber die Grippeimpfung der betroffenen Kinder selbst. Allerdings steht der dafür wirksamste Impfstoff erst ab einem Alter von zwei Jahren zur Verfügung.

Der im Fachblatt "The Pediatric Infectious Disase Journal" veröffentlichten US-Studie zufolge erhöht sich für einen Säugling das Risiko, bei einer Grippeerkrankung stationär behandelt werden zu müssen, um das 17fache, wenn er von einer chronischen Krankheit betroffen ist. Für Kinder, die älter als ein halbes Jahr waren und eine Impfung erhalten hatten, verringerte sich dieses Risiko bis zum Alter von zwei Jahren erheblich.

Einer Expertenempfehlung zufolge ist es ratsam, Kinder mit chronischen Grunderkrankungen jährlich gegen Grippe zu impfen. Chronischen Grunderkrankungen können obstruktive Bronchitis, Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Niere oder neurologische Behinderungen sein. Für Zwei- bis Sechsjährige mit chronischen Krankheiten befürwortet die Impfkommission dafür ein Nasenimpfspray. Kinder sind besonders anfällig für Grippeviren. Bei einer Grippewelle erkranken vor allem Kleinkinder häufiger als Erwachsene.


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