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Global Peace Index: Die Welt ist friedlicher geworden

Global Peace Index: Die Welt ist friedlicher geworden

Foto: Pixabay
Panorama 2 Min. 12.06.2019

Global Peace Index: Die Welt ist friedlicher geworden

Europa ist nach wie vor der Spitzenreiter des Global Peace Index - 22 von 36 europäische Länder haben im Jahr 2019 besser abgeschnitten, als noch im Vorjahr.

(dpa/SC) - Trotz aller Gewalt und Konflikte ist die Welt erstmals seit 2013 etwas friedlicher geworden. Das geht aus dem am Mittwoch in London veröffentlichten Global Peace Index hervor. Die Studie der Denkfabrik Institute for Economics and Peace (IEP) bewertet jedes Jahr die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt anhand von Kriterien wie beispielsweise Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporten.

In 86 Ländern hat sich laut dem Global Peace Index (GPI) die Situation verbessert, während 76 Länder schlechter abschnitten, als noch im Jahr 2018. Luxemburg wird im Global Peace Index (GPI) nicht aufgeführt.

Von einem Trend will IEP-Gründer Steve Killelea aber noch nicht sprechen. Vieles komme darauf an, wie sich die Situation im Nahen Osten, besonders im Hinblick auf den Iran entwickle. Ein Konflikt dort hätte erhebliche Auswirkungen auf die Länder in der Region, so Killelea im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.


Aufbruch statt Abgrund
Für eine neue europäische werteorientierte Führung in einer krisengeschüttelten Welt.

Insgesamt hat das weltweite Maß an Frieden seit dem Jahr 2008 um 3.7 Prozent abgenommen und die Schere zwischen den friedlichsten und den unsichersten Ländern ist weiter auseinander gegangen. Der Schnitt der 25 Länder, die im Jahre 2008 die letzten Plätze belegten, hat sich in den vergangenen zehn Jahren um 11,8 Prozent verschlechtert, während die 25 friedlichsten Länder eine Steigerung um 1,7 Prozent erfahren haben.

Der Studie zufolge stabilisierte sich die Situation im vergangenen Jahr allerdings vor allem in der Ukraine, in Syrien und im Irak. Syrien ist erstmals seit mehreren Jahren nicht mehr das Land mit dem geringsten Maß an Frieden. Diesen Platz nimmt nun Afghanistan ein. In Nicaragua, der Türkei und im Jemen ist die Lage schlechter geworden.

Nach Auseinandersetzungen zwischen dem ukrainischen Militär und pro-russischen Separatisten in der Ostukraine wurden viele Häuser und Infrastruktur schwer beschädigt. Trotz aller Gewalt und Konflikte ist die Welt erstmals seit 2013 etwas friedlicher geworden.
Nach Auseinandersetzungen zwischen dem ukrainischen Militär und pro-russischen Separatisten in der Ostukraine wurden viele Häuser und Infrastruktur schwer beschädigt. Trotz aller Gewalt und Konflikte ist die Welt erstmals seit 2013 etwas friedlicher geworden.
Foto: Gregor Fischer/dpa

Europa ist nach wie vor die friedlichste Region der Welt, im vergangenen Jahr trug dazu vor allem ein Rückgang an Terroranschlägen bei. Auch die Zahl der Menschen, die als Flüchtlinge Schutz in Europa suchten, ging zurück. Die Sicherheitslage habe sich in den vergangen fünf Jahren insgesamt verbessert. 

In 22 von 36 europäischen Ländern hat sich die Situation in den letzten fünf Jahren laut GPI verbessert - auf dem europäischen Kontinent befinden sich 17 der 25 friedlichsten Länder weltweit. Einzig der Schnitt der Türkei zieht diesen Durchschnitt nach unten: Die Türkei kommt in der Gesamtrangliste aller 163 Länder nur auf den 152. Platz und bildet somit das Schlusslicht Europas.

 Die Kosten von Gewalt bezifferte das Institut im Jahr 2018 weltweit auf 14,1 Billionen US-Dollar (umgerechnet rund 12,5 Billionen Euro).



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