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Gesunkenes Ausflugsschiff aus Donau geborgen - Weitere Tote
Panorama 7 1 11.06.2019

Gesunkenes Ausflugsschiff aus Donau geborgen - Weitere Tote

Gesunkenes Ausflugsschiff aus Donau geborgen - Weitere Tote

Foto: AFP
Panorama 7 1 11.06.2019

Gesunkenes Ausflugsschiff aus Donau geborgen - Weitere Tote

Mit Dutzenden Toten war es das schlimmste Unglück der jüngeren ungarischen Schifffahrtsgeschichte. Ein Spezialkran hat das Wrack der „Hableany“ in einer komplizierten Aktion nun geborgen.

(dpa) - Fast zwei Wochen nach dem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest haben die ungarischen Behörden das gesunkene Ausflugsschiff „Hableany“ (Nixe) aus der Donau geborgen. In minuziöser Kleinarbeit hob ein riesiger Schwimmkran das Wrack zentimeterweise an die Wasseroberfläche, wie ungarische Medien berichteten. Im Laufe der Bergung wurden die Leichen von vier weiteren Opfern gefunden, darunter die des Kapitäns, bestätigte ein Polizeisprecher. Bei dem Unglück kamen mindestens 24 Menschen ums Leben.

Die „Hableany“ war am Abend des 29. Mai von einem viel größeren Flusskreuzfahrtschiff gerammt worden. Infolge der Kollision war das kleinere Schiff gekentert und binnen Sekunden auf den Grund der Donau gesunken. An Bord hatten sich eine 33-köpfige Reisegruppe aus Südkorea und zwei ungarische Besatzungsmitglieder befunden.


Sightseeing cruises are seen on the Danube river on May 30, 2019 in Budapest during the operations to pull out of the water the "Mermaid" sightseeing boat that sank overnight after colliding with a larger vessel in pouring rain. - Hungarian police launched a criminal investigation into one of the country's worst boat accidents that left at least seven South Korean tourists dead and 21 others missing. (Photo by Attila KISBENEDEK / AFP)
Kapitän nach Schiffsunglück auf der Donau verhaftet
Mindestens sieben Menschen sterben nach einer Schiffskollision in der Donau in Budapest. 21 weitere Menschen werden vermisst. Im Zuge der Ermittlungen zu den Ursachen gibt es bereits eine Verhaftung.

Sieben Südkoreaner konnten noch unmittelbar nach dem Unglück aus dem Wasser gerettet werden. Vier Südkoreaner werden noch vermisst, für sie besteht keine Hoffnung mehr. Den Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffes haben die ungarischen Behörden verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Gefährdung des Wasserverkehrs mit massenhafter Todesfolge vor.

Die Bergung des Wracks stellte die ungarischen Einsatzkräfte, die durch Spezialtaucher aus Südkorea verstärkt wurden, vor enorme Herausforderungen. Zum Zeitpunkt des Unglücks und auch danach herrschten schlechte Wetterverhältnisse.

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Der Wasserstand der Donau war sehr hoch und ebbte erst in den letzten Tagen ab. Starke Strömungen erschwerten den Einsatz der Taucher, die das Schiffswrack für die Bergung vorbereitet hatten. 


A rose is displayed on the banks of the Danube river on May 30, 2019 in Budapest after the "Mermaid" sightseeing boat sank after colliding with a larger vessel in pouring rain. - Hungarian police launched a criminal investigation into one of the country's worst boat accidents that left at least seven South Korean tourists dead and 21 others missing. (Photo by FERENC ISZA / AFP)
Schweres Schiffsunglück in Budapest - sieben Tote
Mindestens sieben Menschen sterben nach einer Schiffskollision in der Donau in Budapest. 21 weitere Menschen werden vermisst – und dürften wohl kaum mehr lebend geborgen werden.

Am Dienstag war der Donaupegel so weit abgesunken, dass der große Schwimmkran „Clark Adam“ endlich freien Manövrierraum hatte. Das Wrack musste vor und während der Bergung mehrfach mit Stahlseilen gesichert werden, um ein Zerbrechen zu verhindern.

Darüber hinaus musste immer wieder Wasser aus seinem Inneren abgepumpt werden. Deshalb dauerte es mehr als acht Stunden, bis es dem Schwimmkran gelang, das Wrack auf ein bereitstehendes Frachtschiff zu hieven.


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