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Gemüsezucht in der Antarktis für gesunde Astronauten
Panorama 04.05.2021

Gemüsezucht in der Antarktis für gesunde Astronauten

Erforscht wird die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft in Wüsten und kalten Regionen.

Gemüsezucht in der Antarktis für gesunde Astronauten

Erforscht wird die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft in Wüsten und kalten Regionen.
Foto: Ort/AWI/dpa
Panorama 04.05.2021

Gemüsezucht in der Antarktis für gesunde Astronauten

In der Antarktis wird erforscht, wie Astronauten zukünftiger Mond- und Marsmissionen frisches Gemüse züchten können - mit ersten Erfolgen.

(dpa) - Das Extrem-Gärtnern in einer unwirtlichen Region geht in eine neue Runde: Um das Gewächshaus nahe der Neumayer III-Station in der Antarktis kümmert sich seit Januar die Botanikerin Jess Bunchek von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. 

Vor ein paar Tagen fuhr sie die erste Salat- und Kräuter-Ernte ein, wie sie am Dienstag bei einer Online-Liveschaltung ins Gewächshaus sagte.

Bunchek erforscht, wie Astronauten zukünftiger Mond- und Marsmissionen mit möglichst wenig Zeit- und Energieeinsatz viel frisches Gemüse züchten können. Sie bleibt über ein Jahr in der Antarktis, so wie auch das zehnköpfige Team der vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut betriebenen Neumayer III-Station.


ARCHIV - 01.04.1961, Kasachstan, Baikonur: Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin in seinem Raumanzug, kurz vor dem Start zum ersten bemannten Weltraumflug vom Weltraumbahnhof Baikonur aus. Dieses Foto ist im neuen Online-Archiv 60cosmonauts.mil.ru enthalten, allerdings in schwarz-weiß. 60 Jahre nach dem ersten Flug eines Menschen ins Weltall hat Russland historische Fotos und Dokumente zu Juri Gagarin und anderen Kosmonauten im Internet veröffentlicht. Foto: Lehtikuva/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Vor 60 Jahren wurde Juri Gagarin zum ersten Menschen im Weltall
Juri Gagarin war nicht nur der erste Mensch im Weltall, sondern auch der erste Superstar der Sowjetunion, der auch den Westen bezauberte.

Seit drei Jahren steht das 13 Quadratmeter große Gewächshaus „Eden ISS“ des DLR in der Antarktis. Als erster Gärtner war DLR-Ingenieur Paul Zabel über ein Jahr vor Ort, um zu säen, zu wässern, zu ernten und die Prozesse zu dokumentieren. 

Kohlrabi (links) und Brokkoli (rechts) im Antarktisgewächshaus EDEN ISS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Kohlrabi (links) und Brokkoli (rechts) im Antarktisgewächshaus EDEN ISS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Foto: Bunchek/DLR/NASA/dpa

Unterstützt wurde er dabei vom DLR-Kontrollzentrum in Bremen. Die Pflanzen wachsen ohne Erde unter künstlichem Licht und werden mit einer Nährstofflösung besprüht.

Im ersten Testlauf habe sich gezeigt, dass der Betrieb noch zu viel Zeit in Anspruch nehme, sagte Projektleiter Daniel Schubert. „Nun arbeiten wir daran, Abläufe und Prozeduren zu optimieren.“ Denn Arbeitszeit werde bei späteren Weltraummissionen ein kostbares Gut sein. Die Nasa will zudem eine Pflanzenbewässerung testen, die unter Schwerelosigkeit funktioniert.


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