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Geisterstadt Pompeji gibt Kinderskelett frei
Panorama 25.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Geisterstadt Pompeji gibt Kinderskelett frei

Das Skelett eines sieben bis acht Jahre alten Kindes, entdeckt in den antiken Stätten von Pompeji.

Geisterstadt Pompeji gibt Kinderskelett frei

Das Skelett eines sieben bis acht Jahre alten Kindes, entdeckt in den antiken Stätten von Pompeji.
DPA/Archäologischer Park Pompeji
Panorama 25.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Geisterstadt Pompeji gibt Kinderskelett frei

Eigentlich sollte es in Pompeji keine Überraschungen mehr geben: Die Stadt bei Neapel ist 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuv ausgelöscht worden. Archäologen haben dort zahlreiche Zeugnisse des Lebens in der Antike gefunden. Doch offensichtlich ist noch nicht alles ans Tageslicht gekommen.

(dpa/KNA) - Archäologen haben in den antiken Stätten von Pompeji bei Neapel einen spektakulären Fund gemacht. Bei Arbeiten in den Zentralthermen auf dem Gelände sei völlig unerwartet das Skelett eines sieben bis acht Jahre alten Kindes entdeckt worden, teilte die Archäologische Ausgrabungsstätte Pompeji am Mittwoch mit. Es handele sich dabei um ein junges Opfer des Ausbruchs des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr., bei dem Pompeji unter einer Ascheschicht begraben und somit weitgehend konserviert wurde. 

Das Skelett habe sich unter einer etwa zehn Zentimeter dicken Schicht befunden. Erst sei der Schädel entdeckt worden, dann weitere Knochen. Jahr für Jahr zieht die antike Stätte Millionen von Touristen an.  

Ausnahmefund an längst erforschter Stelle

Der Leiter der antiken Ruinenstadt bei Neapel, Massimo Osanna, sprach laut der Zeitung "Repubblica" (Onlineausgabe Mittwoch) von einem Ausnahmefund in einer Zone, die eigentlich schon im 19. Jahrhundert erforscht worden war. Vermutlich hatte das Kind während des Ausbruchs des Vesuv im Jahr 79 in der damals noch im Bau befindlichen Badeanlage Schutz gesucht. 


Die Identität der beiden Leichen ist noch nicht geklärt. Vieles spricht dafür, dass es sich um ein seit August 1942 verschwundenes Ehepaar handelt.
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Eine Besonderheit des neuen Funds liegt laut einer Mitteilung der Archäologen vom Mittwoch darin, dass der Körper vom sogenannten pyroklastischen Strom, einer Mischung aus Gas und vulkanischem Material, umhüllt, aber nicht von herabregnendem Gestein oder einstürzenden Gebäudemassen begraben wurde.  


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