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Galaxy Note 7-Desaster: Fluglinien verbieten Samsung-Handys
Panorama 2 Min. 15.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Galaxy Note 7-Desaster: Fluglinien verbieten Samsung-Handys

Kunden wurden jetzt bisher aufgerufen, ihr Note 7 abzuschalten und es überhaupt nicht mehr zu benutzen.

Galaxy Note 7-Desaster: Fluglinien verbieten Samsung-Handys

Kunden wurden jetzt bisher aufgerufen, ihr Note 7 abzuschalten und es überhaupt nicht mehr zu benutzen.
Foto: AFP
Panorama 2 Min. 15.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Galaxy Note 7-Desaster: Fluglinien verbieten Samsung-Handys

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Samsungs Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 ist von den US-Behörden komplett aus Flugzeugen in den Vereinigten Staaten verbannt worden. Noch am Samstagnachmittag zogen Fluglinien in aller Welt nach.

(dpa) - Samsungs Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 ist von den US-Behörden komplett aus Flugzeugen in den Vereinigten Staaten verbannt worden. Es werde generell untersagt, Geräte dieses Typs sowohl bei Inlandsflügen als auch bei Reisen in die und aus den USA in die Maschinen mitzunehmen, teilte das Verkehrsministerium in Washington am Freitag mit. Das Verbot trete am Samstagmittag US-Ostküstenzeit (18.00 Uhr MESZ) in Kraft.

Die italienische Fluglinie Alitalia zog nach und verbot das Note 7 auf allen Flügen. Ab sofort dürfe das Telefon auch nicht mehr in die Kabine mitgenommen werden, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Bisher durften Fluggäste das Gerät noch als Gepäckstück einchecken, das ist nun vorbei.

Die Fluggesellschaft Air Berlin oder auch Air Canada reagierten und verboten die Mitnahme des gefährlichen Smartphones ebenso auch auf ihren Flügen. Das Verbot gelte ab sofort, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin am Samstag auf Anfrage. Ein Sprecher der Lufthansa teilte mit, das Unternehmen fordere seine Passagiere auf, die Geräte nicht auf US-Flüge mitzunehmen.

Mitnahme hat Konsequenzen

Bei Missachtung des Verbots in den Vereinigten Staaten wird es unangenehm. Sollten Passagiere versuchen, mit einem Galaxy Note 7 zu fliegen, kann das Gerät beschlagnahmt und der Besitzer bestraft werden. Wer es im aufgegebenen Gepäck transportiert, kann auch strafrechtlich verfolgt werden. Sieht ein Airline-Mitarbeiter jemanden mit einem Note 7 vor dem Boarding, muss diesem Passagier der Zugang zum Flugzeug verweigert werden, bis er das Telefon abgibt.

Samsung hatte das Smartphone am Dienstag wegen Feuergefahr endgültig vom Markt genommen. Bereits im September war nach ersten Batterie-Bränden eine weltweite Umtauschaktion eingeleitet worden. Zuletzt gerieten jedoch auch mehrere vermeintlich sichere Ersatzgeräte in Brand. Eins davon entzündete sich vergangene Woche in einem Flugzeug in den USA, als der Besitzer es kurz vor dem Start ausschaltete. Die noch am Gate stehende Maschine wurde geräumt.

Bereits seit über einem Monat durfte man in Flugzeugen keine Note-7-Smartphones benutzen, aufladen oder im Gepäck aufgeben. Es war aber erlaubt, sie in ausgeschaltetem Zustand in der Kabine zu haben.

Die Behörden seien sich darüber im Klaren, dass das Komplettverbot einigen Passagieren Unannehmlichkeiten bereiten werde, erklärte US-Verkehrsminister Anthony Foxx. «Aber die Sicherheit aller an Bord eines Flugzeugs muss Priorität haben.» Ein Feuer in der Luft bringe viele Leben in Gefahr.


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