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Für immer füreinander
Christiane Felten und Roby Noël sind seit vier Jahrzehnten verheiratet.

Für immer füreinander

Privat
Christiane Felten und Roby Noël sind seit vier Jahrzehnten verheiratet.
Panorama 2 Min. 12.09.2018

Für immer füreinander

„In guten und in schlechten Zeiten“, heißt es im Eheversprechen, das sich Brautleute am Tag ihrer Heirat geben. Christiane Felten und Roby Noël aus Lamadelaine haben beide Seiten in ihrer 40-jährigen Ehe erlebt.


Von Kerstin Smirr

Auf 40 Ehejahre blicken Christiane Felten und Roby Noël aus Lamadelaine zurück. Am vergangenen Wochenende feierte das Paar mit seiner Familie bei einem Essen im Restaurant seine Rubinhochzeit. In Erinnerung an diesen besonderen Tag bestellte die Jubilarin die gleichen Speisen, die schon damals serviert wurden: ein Consommé royal, Seezunge und Chateaubriand.

Das Paar lernte sich auf einem Kirmesball in Petingen kennen.
Das Paar lernte sich auf einem Kirmesball in Petingen kennen.
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Mit Freude erinnert sich die 59-Jährige an jenen windigen Tag im August 1978, an dem sie und ihr Mann in der Kirche von Petingen „Ja“ zueinander sagten. „Einer meiner Onkel war Pfarrer in Contern. Er traute uns. Ein anderer Onkel spielte die Orgel und ein Männerchor sang.“ Ihr Kleid aus Spitze hatte sich die Braut extra schneidern lassen. „Ich wollte ein Kleid, das sonst niemand hatte“, erzählt sie. Nach der Feier ging es noch nachts auf Hochzeitsreise. In Andalusien verbrachten Christiane und Roby glückliche Tage.

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Zu diesem Zeitpunkt waren sie seit bereits seit drei Jahren ein Paar. Kennengelernt hatten sich die beiden auf einem Kirmesball in Petingen. Christiane war da gerade einmal 15 Jahre alt, ihr späterer Ehemann 19 Jahre. Einen Hochzeitsantrag gab es nicht. „Mein Mann wollte an meinem Geburtstag die Verlobung feiern. Das wollte ich nicht und so haben wir einen anderen Tag festgelegt. Das war kein Antrag. Er hat das so bestimmt und dann war das so. Es war einfach selbstverständlich, dass wir heiraten. Ein Leben ohne ihn konnte ich mir nicht vorstellen. Die Chemie stimmte.“ Als sie wenige Jahre nach der Hochzeit in ihre eigenen vier Wände zogen, kam die erste Tochter zur Welt. Eine zweite Tochter folgte zwei Jahre später. Roby arbeitete als Schwachstromelektrikermeister, Christiane kümmerte sich um die Familie. „Wir hatten nicht viel. Wir besaßen ein Auto und fuhren fast nie in Urlaub. Wir dachten, wir sind jung und können noch verreisen, wenn die Kinder aus dem Haus sind.“

Doch es sollte anders kommen. Im Alter von 55 Jahren erlitt Roby einen Schlaganfall. „Er stand auf der Schwelle, aber er hat es gepackt“, erinnert sich Christiane an diese schwere Zeit. „Er ist rechtsseitig gelähmt und kann nicht mehr sprechen. Ich lebe sein Leben mit, aber die Kinder sind für uns da.“ Ihn zuhause zu pflegen, ist ihr ein Bedürfnis: „Wir haben uns geschworen, in guten wie in schlechten Zeiten zusammenzuhalten. Dann macht man das auch.“ Für Abwechslung im Alltag sorgen ihre vier Enkel im Alter von zehn Monaten bis neun Jahren, die regelmäßig zu Besuch kommen und gerne mit ihrem Opa spielen. Mit ihrem Mann verständigt sich Christiane durch Handzeichen: „Ich kenne ihn in- und auswendig. Wenn man sich so lange kennt wie wir, versteht man sich auch ohne Worte.“


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