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Für Europa-Navi Galileo: Rakete mit vier neuen Satelliten gestartet
Panorama 1 12.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Für Europa-Navi Galileo: Rakete mit vier neuen Satelliten gestartet

Panorama 1 12.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Für Europa-Navi Galileo: Rakete mit vier neuen Satelliten gestartet

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Eine Ariane-5-Rakete mit vier neuen Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ist ins All gestartet. Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden.

(dpa) - Eine Ariane-5-Rakete mit vier neuen Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ist ins All gestartet. Die Trägerrakete hob am Dienstagabend deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika ab. Bis alle Satelliten ausgesetzt sind, sollte die Mission nach Angaben des Raketenbetreibers Arianespace knapp vier Stunden dauern.

Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Erste Dienste sind seit einem Jahr verfügbar, nach Angaben der Betreiber rüsten Handyhersteller inzwischen Modelle nicht nur mit GPS-, sondern auch mit Galileo-Empfängern aus.

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Erhöhte Genauigkeit

Dadurch verbessert sich für die Nutzer die Genauigkeit etwa von Karten-Apps, weil sie Signale beider Dienste empfangen können. Es werde erwartet, dass damit Positionen auf 30 Zentimeter genau bestimmt werden können - statt um die fünf Meter mit GPS allein, sagte der der Esa-Direktor für Satellitennavigation, Paul Verhoef.

Bislang waren 18 Galileo-Satelliten im All, von denen derzeit 14 funktionsfähig sind. Für weltweite Abdeckung braucht es mindestens 24 Satelliten, weitere Starts sind für Juli 2018 und 2020 geplant.

Die Anfang des Jahres öffentlich gewordenen Probleme mit Atomuhren an Bord mancher Satelliten, die sich bereits im Orbit befinden, hat Galileo inzwischen nach eigenen Angaben im Griff. „Für uns ist das Thema der Uhren hinter uns“, sagte Esa-Direktor Verhoef.

Entscheidende Uhren

Allerdings wollten Esa und EU-Kommission nicht bekanntgeben, wie viele Uhren letztlich von den Problemen betroffen waren. Die Esa hatte im Januar bekanntgegeben, dass Atomuhren in mehreren Satelliten ausgefallen waren. Die Uhren sind entscheidend, damit das System funktioniert - weil aber jeder Galileo-Satellit insgesamt vier Uhren an Bord hat, war kein Satellit dadurch ausgefallen.

Verhoef sagte, dass die neuen Satelliten nun mit erneuerten Atomuhren ausgestattet seien. Für die Satelliten, die bereits im All sind, gebe es „operative Maßnahmen“, um sicherzustellen, dass sie so lang wie möglich in Betrieb bleiben. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies Erfolg hat.“


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(FILES) This file photo taken on November 17, 2016 shows a handout released on November 17, 2016 by the European Space Agency (ESA), the Centre national d'etudes spatiale (CNES, the French government space agency) and the Arianespace satellite launch company shows the Ariane 5 rocket with a payload of four Galileo satellites lifting off from ESA's European Spaceport in Kourou, French Guiana. 
Seventeen years and more than 10 billion euros ($11 billion) later, Europe's Galileo satnav system is set to go live on December 15, 2016 promising to outperform US and Russian rivals while boosting regional self-reliance. Initial services, free to use worldwide, will be available only on smartphones and navigation boxes already fitted with Galileo-compatible microchips.
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