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Für den Fall der Fälle: Rauchmelder gehören in jede Wohnung
Panorama 2 Min. 10.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Für den Fall der Fälle: Rauchmelder gehören in jede Wohnung

Lebensretter: In vielen Alt- und Neubauten sind Rauchmelder bereits Pflicht.

Für den Fall der Fälle: Rauchmelder gehören in jede Wohnung

Lebensretter: In vielen Alt- und Neubauten sind Rauchmelder bereits Pflicht.
dpa-tmn
Panorama 2 Min. 10.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Für den Fall der Fälle: Rauchmelder gehören in jede Wohnung

Wer nicht aufwacht, hat kaum eine Chance: Nur drei bis vier Atemzüge in einem Raum voller Rauch können ausreichen, um an einer Rauchvergiftung zu sterben. Rauchwarnmelder sind daher Lebensretter.

(dpa/tmn) - Rauchmelder retten Leben. Zwar können sie Brände nicht verhindern. Aber sie alarmieren die Bewohner so rechtzeitig, dass sie sich im Ernstfall retten können.Ein Großteil der Opfer von Bränden sterben nicht in den Flammen, sondern sie ersticken schon vorher an den giftigen Rauchgasen. Rauchmelder hätten sie warnen können. Die batteriebetriebenen Geräte funktionieren unabhängig von der Stromversorgung und erkennen selbst feinste Rauchpartikel - und lösen einen schrillen Alarmton aus.

Rauchmelder müssen an mehreren Stellen in der Wohnung vorhanden sein, um optimale Sicherheit zu gewährleisten. Unerlässlich sind sie im Schlafzimmer. Denn im Schlaf können Menschen den Rauch gar nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen. Sie schlafen im Brandfall einfach weiter. Der laute Alarmton des Rauchmelders weckt jedoch jeden selbst aus den tiefsten Träumen.

Für schwerhörige oder gehörlose Menschen werden Modelle angeboten, die über optische oder vibrierende Signale vor Feuer und Rauch warnen. Weitere Rauchmelder sollten in Fluren, die als Rettungswege dienen, in den Kinderzimmern sowie im Wohnzimmer angebracht werden. Auch im Keller und unter dem Dach sind sie sinnvoll.

Auf Qualität der Geräte achten

Für größere Wohnungen oder Einfamilienhäuser bieten sich funkvernetzte Rauchwarnmelder an. Die Bewohner hören den Alarm auch dann, wenn er in einem weiter entfernten Raum ausgelöst wird. Aber in den meisten Mietwohnungen genügen laut Experten die einfachen batteriebetriebenen Rauchwarnmelder.

Es gibt sie im Brandschutz-, Elektrofachhandel, aber auch in Baumärkten oder mitunter bei Discountern zu kaufen. Wichtig ist, auf Qualität zu achten. Die ist gewährleistet, wenn die Geräte die CE-Kennzeichnung mit Zertifikatsnummer und der Bezeichnung EN 14604 sowie die Produktanerkennung einer Prüfungsstelle haben.

Käufer legen am besten auf langlebige Batterien und solides Befestigungsmaterial Wert. "Die Akkulaufzeit beträgt bis zu zehn Jahre“, sagt Michael Jörn vom TÜV Rheinland. Lässt die Batterie nach, gibt der Rauchmelder mehrere Tage lang ein kurzes piepsendes Warnsignal ab. Dann sollte ein neuer Akku bereit liegen.

Montage an der Decke

In der Betriebsanleitung steht, in welchem Abstand von den Zimmerecken das Gerät an der Decke befestigt werden muss. Es sollten mindestens 50 Zentimeter sein. Keinesfalls darf der Rauchmelder an die Wand kommen. Das Gerät wird am besten in der Mitte der Zimmerdecke mit Schrauben montiert. In Küche und Bad ist eine Installation nicht sinnvoll, denn das Gerät reagiert auf Wasserdampf. Dadurch kann es Fehlalarme geben.

Einmal ausgelöst, geht der schrille Ton erst aus, wenn die Batterie entnommen oder das Gerät zerstört wird. Um sicherzugehen, dass das Gerät funktionstüchtig ist, sollte einmal im Jahr die Öffnung für den Rauch überprüft und ein Probealarm ausgelöst werden. Außerdem müssen Rauchmelder immer mal abgestaubt werden.


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