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Forschen wie die Großen
Panorama 14 2 Min. 15.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Science Festival

Forschen wie die Großen

Panorama 14 2 Min. 15.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Science Festival

Forschen wie die Großen

240 Schulklassen haben am zehnten Science Festival teilgenommen. Auch Staatssekretär Marc Hansen schaute vorbei. Zu entdecken gab es unter anderem, wie viel Energie in einem Gummibärchen steckt.

(kr) - Seit 1995 organisiert das 1854 gegründete Nationalmuseum für Naturgeschichte jedes zweite Jahr das Science Festival - seit 2003 finanziell und organisatorisch von dem Fonds national de la recherche unterstützt.

Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung, die sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Erwachsenen die Wissenschaft näher bringen soll, um ihnen so die Wichtigkeit der Forschung deutlich zu machen.

Waren es bei der ersten Ausgabe lediglich 26 Workshops, so gab es bei der diesjährigen Ausgabe, die von Donnerstag bis Sonntag lief, 57 Workshops und Shows. Dies waren aufgrund momentaner Umgestaltungen der Dauerausstellungen des Museums etwas weniger als vor zwei Jahren. „Trotzdem hat sich die Vielfalt der Veranstaltung weiter gesteigert“, sagte der Mitarbeiter für öffentliche Arbeit des Naturhistorischen Museums, Patrick Michaely. Dies läge zum einen daran, dass es mehr Forschungsinstitute in Luxemburg gibt und zum anderen immer mehr professionelle Wissenschaftler und Wissensvermittler teilnehmen.

Wurden vor 20 Jahren die Workshops lediglich im Bereich Fundamentalforschung – wie zum Beispiel Paläontologie – und von Lehrern gestaltet, waren beim diesjährigen zehnten Jubiläum jede Wissenschaft und qualifizierte Forscher vertreten.

Mr. Science durfte nicht fehlen

Während der vier Tage vom 12. bis zum 15. November wurden 240 Schulklassen am Donnerstag und Freitag, sowie weitere 8000 Besucher über das Wochenende in der Abbaye de Neimünster erwartet. Die verschiedenen Workshops reichten von "Die Reise von Pizza und Co. durch unseren Körper" über "Fantastisches Licht" sowie "Die Raketenshow" bis hin zu "Die Klassifikation der Lebewesen – ein Kinderspiel". Letzterer wurde organisiert und betreut von Patrick Michaely selbst. „Das ist auch eine Art von öffentlicher Arbeit“, gab der Biochemiker zu bedenken, vor allem „weil Klassifikation von Lebewesen auch mit dem Naturhistorischen Museum und der Evolution zu tun hat“.

Natürlich durfte auch Mr. Science auf dem Festival nicht fehlen. Obwohl er nicht für RTL, sondern als Mitglied des Fonds national de la recherche sein Wissen weitergab, gelang ihm dies nicht minder spektakulär als in seiner Fernsehsendung. Unter dem Namen "The power of candy" zeigte sein Workshop den Kindern unter anderem, wie lichtintensiv die Verbrennung eines Gummibärchens ist und demonstrierte damit, wie viel Energie in einem solchen steckt.

Bei dem beliebtesten Workshop handelte es sich allerdings um "Spurensuche bei einem Einbruch", in dem die Polizei Kindern zeigte, was an einem Tatort zu beachten ist und wie man Fingerabdrücke nachweisen kann.

Staatssekretär Marc Hansen schaut vorbei

Gleichermaßen begeistert zeigte sich Staatssekretär Marc Hansen bei der Eröffnung des Science Festivals. Er berichtete, dass seine Kinder schon nach der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren sehr beeindruckt gewesen seien und bedankte sich bei der Gruppe von 500 Helfern, die aus Forschern, Wissensvermittlern, Studenten und Freiwilligen bestand.

Auch nach dem Ende des Science Festivals am Sonntag um 18 Uhr werden die Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums weiterhin viel zu tun haben. Neben der Umgestaltung der Dauerausstellung soll am 4. Dezember die Sonderausstellung „Von Orchideen, Kakao und Kolibris – Luxemburger Naturforscher und Pflanzenjäger in Lateinamerika“ eröffnet werden.

In dieser Ausstellung werden verschiedene Naturforscher aus den Jahren 1830 bis 1930 – unter anderen Jean Linden und Nicolas Funck – sowie deren Entdeckungen vorgestellt. Aber auch soziokulturelle Hintergründe, wie zum Beispiel Abenteuerlust oder das Orchidelirium, sollen den Besuchern vermittelt werden.


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