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Flugnavigations-WM: Jungen Löwen fehlte die Erfahrung
Panorama 2 Min. 15.09.2019

Flugnavigations-WM: Jungen Löwen fehlte die Erfahrung

Am letzten Tag stand eine Ziellandung auf dem Programm.

Flugnavigations-WM: Jungen Löwen fehlte die Erfahrung

Am letzten Tag stand eine Ziellandung auf dem Programm.
Foto: AOPA-UPL
Panorama 2 Min. 15.09.2019

Flugnavigations-WM: Jungen Löwen fehlte die Erfahrung

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Bei der Flugnavigations-WM in Portugal wurde den zwei Luxemburger Crews ihre Jugend und Unerfahrenheit wohl zum Verhängnis: Nach drei Rennen und einer Ziellandung sprangen nur Platz 37 und 38 unter 43 Mannschaften heraus.

Präzision, Konzentration und ein gutes Zeitgefühl waren Trumpf bei der diesjährigen Flugnavigations-Weltmeisterschaft in Portugal. Mitgemischt bei dem Aufeinandertreffen über der Küste von Santa Cruz hatten auch zwei Crews aus Luxemburg. Dabei waren Laurent Schneider, Luis Pais, Sascha Zeidler und Dennis Mettler, während des dreitägigen Wettbewerbes mit Abstand das jüngste Team, die mit einer Stoppuhr und ihrem Orientierungssinn gewappnet die Flugnavigationskrone anpeilten. Einen Vorteil aber hatte das Quartett dadurch nicht: Mit der Erfahrung von nur zwei weiteren Wettbewerben landeten die Crews nach drei Qualifikationsrennen und einer Ziellandung auf den Plätzen 37 und 38.

Die Luxemburger Mannschaft.
Die Luxemburger Mannschaft.
Fofo: AOPA-UPL

Insgesamt waren 43 Mannschaften aus 16 Ländern bei der Flugnavigationsmeisterschaft angetreten, darunter Piloten aus Europa, China, Südafrika und Saudi-Arabien. Die Rennen wurden vom 8. bis zum 13. September in Santa Cruz ausgetragen, einem Küstenort rund 60 Kilometer nördlich von Lissabon. Ziel eines sogenannten „Air Navigation Race“ ist es, die vom Computer vorberechnete Route so präzise wie nur möglich abzufliegen. Mit zunehmender Dauer des Wettbewerbs wird der Flugkorridor verkleinert: Am ersten beträgt die Breite noch 0,4 nautische Meilen (rund 700 m), an den folgenden Tagen wird sie dann auf 0,3 nautische Meilen (550 m), respektive 0,2 nautische Meilen (360 m) reduziert.


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Zwei Luxemburger Sportpiloten-Teams stellen in Portugal ihr Können in Sachen Flugnavigation unter Beweis.

Die Route erhalten Pilot und Navigator erst kurz vor dem Start. Die Zweierteams haben dann 30 Minuten Zeit, den Kurs zu berechnen und auf die Sekunde genau durch zu planen. Punkte gibt es nämlich nicht nur für die Genauigkeit, mit welcher sie die Strecke abfliegen, sondern auch für die Präzision, mit welcher sie die eigenen Zeitvorgaben einhalten. „Die Piloten müssen durch Korridore fliegen, die nicht viel breiter sind als 350 Meter. Bei Geschwindigkeiten um 150 Stundenkilometer wird jede Abweichung sofort bestraft“, erklärt Jean Birgen, das langjährige Vorstandsmitglied des internationalen Sportfliegerverbandes.

„Mit Abstand die jüngste Mannschaft“

„Die Jungs hatten eine tolle Woche. Sie fühlen sich gut und sind auch weiter motiviert“, lautete Birgens erstes Fazit nach den Wettbewerben. Blendend seien die Resultate nicht gerade. „Doch darf man nicht vergessen, dass Luxemburg mit Abstand die jüngste Mannschaft hatte. Der Altersdurchschnitt unseres Quartetts liegt bei 28 Jahren“, so Birgen. Alle anderen Teilnehmer seien zwischen 42 und 70 Jahre alt und konnten mit der Erfahrung aus Dutzenden Wettbewerben und Weltmeisterschaften antreten.

Gewonnen wurde die Meisterschaft von Martin Nevidzan und Milan Mrazik, einem Duo aus der Slowakei. Betreut wurden Schneider, Pais, Zeidler und Mettler in Santa Cruz von Manon Weber, Fabienne Baumann, Caroline Kugeler, Christian Lanser und Christian Altmeisch. Jean Birgen hatte als Mitglied des internationalen Sportfliegerverbandes die Luxemburger Farben in der Jury vertreten.

Luxemburger bei Kunstflug-WM

Vor dem Beginn der Flugnavigationsmeisterschaft in Portugal hatten die Kunstflieger ihren Weltmeister bereits ermittelt. Bei der 30. Ausgabe der „World Aerobatic Championships“ Ende August im französischen Chateauroux zeigte der Franzose Louis Canel die wagemutigsten Spiralen und konnte damit den Wettbewerb der Männer für sich entscheiden. Bei den Frauen machte Aude Lemorant den französischen Doppelsieg perfekt.

Auch das Großherzogtum war in Chateauroux mit zwei Kunstpiloten vertreten. Während sich Cyrial Talon unter 61 Konkurrenten mit einem 30. Platz hervortun konnte, landete Alex Hory auf dem 37. Rang.