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Flatterulme ist Baum des Jahres
Panorama 22.02.2019

Flatterulme ist Baum des Jahres

Die Flatterulme ist in Luxemburg nur sehr selten zu finden.

Flatterulme ist Baum des Jahres

Die Flatterulme ist in Luxemburg nur sehr selten zu finden.
Foto: natur&ëmwelt
Panorama 22.02.2019

Flatterulme ist Baum des Jahres

Die seltene Flatterulme, die, wie die anderen Ulmenarten, leicht an ihren asymmetrischen Blättern zu erkennen ist, ist laut natur&ëmwelt zum luxemburgischen Baum des Jahres gekürt worden.

(LW/C.) - In Luxemburg kommt man nur selten in Verlegenheit eine Flatterulme, deren Flügel im Gegensatz zu Feld- und Bergulme bewimpert sind, bestimmen zu müssen. Obwohl sich das Verbreitungsgebiet der Art über fast ganz Zentraleuropa erstreckt, sind im Großherzogtum nur wenige Exemplare zu finden.

Die Brettwurzeln der Flatterulme.
Die Brettwurzeln der Flatterulme.
Foto: natur&ëmwelt

Die Seltenheit der Flatterulme erklärt sich aus ihren Standortansprüchen: Der Baum ist eine typische Art der Hartholzaue, also der Wälder im Überschwemmungsbereich großer Flüsse und Ströme, Standorten, die regelmäßig unter Wasser stehen, aber nicht unmittelbar der Strömung ausgesetzt sind. Hier bildet die Flatterulme mit Erlen, Stieleichen und Eschen artenreiche Wälder.

Eine Besonderheit der Flatterulme ist, dass sie an diesen Standorten häufig sogenannte Brettwurzeln ausbildet. Das sind hoch am Stamm ansetzende, sehr schmale Wurzeln. Sie stützen den Baum auf grundwasserdurchtränkten Böden, in die er nicht tief mit den Wurzeln eindringen kann.

Die Blätter der Flatterulme.
Die Blätter der Flatterulme.
Foto: natur&ëmwelt

In Luxemburg gibt es nur wenige große Flüsse. Die Bereiche, in denen eine Hartholzaue stocken könnte, sind seit Jahrhunderten gerodet, kultiviert und besiedelt. Dabei kommt die Flatterulme auch auf eher trockenen Standorten zurecht und erträgt Streusalz und verdichtete Böden, weshalb sie sich als Park- und Straßenbaum eignet. Zudem ist die Flatterulme offenbar weitestgehend resistent gegen das Ulmensterben, was auch daran liegt, dass der Ulmensplintkäfer, ein Schädling, der den zerstörerischen Pilz überträgt, nicht von den Flatterulmen angetan ist.

In der Vergangenheit wurden Ulmen zur Gewinnung von Bast genutzt, die Blätter wurden an das Vieh verfüttert und das zähe Holz wurde zu Jagdbögen, Skiern, Rädern, Zahnrädern und ähnlich stark beanspruchten Gegenständen verarbeitet.


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